Körper unter Stein verkeilt: 17-Jähriger stirbt bei Kajakunfall

Lofer (Österreich) - Ein 17 Jahre alter US-Bürger ist im österreichischen Landkreis Zell am See im Bundesland Salzburg bei einer Kajak-Tour tödlich verunglückt.

Ein 17-jähriger US-Bürger ist in Österreich bei einer Kajak-Tour am Dienstagabend tödlich verunglückt.  © Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Berchtesgadener Land

Der 17-Jährige wurde bereits am Dienstagabend von seinen Tour-Begleitern als vermisst gemeldet. Die Suchaktion an der Saalach bei Lofer musste jedoch wegen Dunkelheit abgebrochen werden.

Erst am nächsten Tag fanden die Rettungskräfte die Leiche des Vermissten.

"Der Jugendliche war in einer erfahrenen achtköpfigen Gruppe samt drei Instruktoren auf der Saalach unterwegs, als er mit seinem Kajak gegen einen Felsen gedrückt wurde, kenterte und von der starken Strömung unter einen Felsen gespült wurde", teilte das Bayerische Rotes Kreuz (BRK) mit.

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Deren Wasserwacht aus dem Kreisverband Berchtesgadener Land unterstützte die Suchaktion.

"Seine Kameraden wussten ungefähr, wo er sein muss, konnten ihn aber weder finden noch retten, weshalb sie schließlich gegen 18.30 Uhr über Notruf Hilfe anforderten."

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Dunkelheit bremste Hilfe: Leiche erst am nächsten Tag entdeckt

Erst am nächsten Tag konnte die Leiche in der sogenannten "Teufelsschlucht" entdeckt und geborgen werden.  © 7aktuell.de / Ferdinand Dörfler-Farthofer

Zwar konnten sich die Retter zu dem betroffenen Bereich vorarbeiten. Den Körper des Teenagers konnten sie am Abend unter Wasser jedoch nicht mehr entdecken.

Irgendwann musste man den Einsatz abbrechen und auf den Mittwoch verschieben.

Ab etwa 9 Uhr vormittags begannen die ersten Kräfte wieder mit der Suche nach dem jungen Mann. Doch erst Stunden später, gegen 12.30 Uhr, wurde seine Leiche schließlich in der sogenannten "Teufelsschlucht" entdeckt und geborgen.

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"Die starke Strömung und die geologischen Gegebenheiten machten die Bergung zu einer hochkomplexen Aufgabe", wird ein Sprecher der Salzburger Wasserrettung von der Nachrichtenagentur APA zitiert. 

An dem Großeinsatz beteiligten sich rund 120 Einsatzkräfte aus Österreich und dem benachbarten Bayern.

Unter anderem waren Feuerwehr, Polizeihubschrauber, mehrere medizinische Helfer und der Hinterglemmer Notarzthubschrauber "Martin 6" im Einsatz.

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