Neue Details zu Horror-Unfall: Fan stirbt am selben Ort wie sein Vater
Thessaloniki (Griechenland) - Eine Tragödie ohne Trost: Nach dem fürchterlichen Verkehrsunfall mit sieben toten Fußballfans in Rumänien am vergangenen Dienstag trauern die Hinterbliebenen um ihre Liebsten. Besonders erschütternd ist dabei das Schicksal eines der Verunglückten.
Dimitris Maronitis (†27) sei nämlich ausgerechnet auf jener Straße verstorben, wo Jahre zuvor bereits sein Vater tödlich verunglückt war, berichteten Angehörige laut der Tageszeitung "Proto Thema" dem Online-Portal "The Star".
"Seine Mutter hat ihn seit seinem zwölften Lebensjahr alleine großgezogen, weil sein Vater auf genau derselben Straße ums Leben gekommen ist", erklärte die Tante des Toten.
"Es gibt keinen Schmerz, der so groß ist wie der, den wir empfinden. Mein tapferer Junge mit den grünen Augen ist für immer von uns gegangen. Für immer mein Kind, für immer. Ein Kind, das Menschen und Tiere liebte und allen half", fügte Maronitis' Onkel hinzu und lässt damit erahnen, wie groß die Trauer und Fassungslosigkeit über den Verlust ihres verunfallten Neffen sein müssen.
Maronitis habe regelmäßig Ausflüge mit seinen Freunden unternommen, um seine Lieblingsmannschaft anzufeuern. Ausgerechnet die Liebe zu seinem Verein, dem griechischen Fußballklub PAOK Thessaloniki, riss ihn gemeinsam mit Vasilis Moldovanov, Vasilis Palo, Christos Zezios, Giorgos Kesanidis, Kostas Markopoulos und Thanasis Gouzouris aus dem Leben.
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Die insgesamt zehnköpfige Gruppe war in einem Minivan auf dem Weg zum Europa-League-Auswärtsspiel ihrer Mannschaft beim französischen Top-Klub Olympique Lyon, kam dort jedoch nie an.
Sieben Insassen starben, alle im Alter von unter 30 Jahren, auf der Europastraße 70 nahe der rumänischen Stadt Timișoara bei einem Frontalzusammenstoß mit einem 40-Tonner.
Konstantinos (20) und Marios (28), zwei der Verletzten, wurden mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus nach Thessaloniki gebracht und dort medizinisch versorgt.
Der 20-jährige Kostas befindet sich hingegen weiterhin in Rumänien und wird dort vorerst weiter behandelt, nachdem er am Mittwoch operiert worden war.
Titelfoto: Uncredited/DRDP TImisoara/AP/dpa

