München - Am Freitag (29. Mai) und Samstag (30. Mai) müssen Urlauber auf den Autobahnen viel Zeit einplanen. Aufgrund der Brenner-Demonstration ist die A13 komplett dicht, auch Umfahrungen sind nur eingeschränkt möglich. Autofahrer müssen also mit einer hohen Staudichte rechnen.
Die Demo führt zu einer vollständigen Blockade in beide Richtungen, so der ADAC.
Auf der wichtigsten Verkehrsroute zwischen Deutschland und Italien droht ein Verkehrschaos! Experten rechnen mit einem der staureichsten Tage des Jahres – mehr als 30.000 Reisende könnten betroffen sein.
Grund dafür ist eine besonders brisante Mischung: In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt überschneiden sich die Ferienzeiten, gleichzeitig wird in Italien rund um den Feiertag am 2. Juni mit starkem Reiseverkehr gerechnet. Zusätzlich lockt eine Großveranstaltung in Innsbruck Zehntausende Besucher an.
Wegen des drohenden Verkehrschaos hat inzwischen auch das Auswärtige Amt seine Reisehinweise angepasst und empfiehlt Urlaubern, den Brenner an diesem Tag großräumig zu umfahren.
Die Tiroler Landesregierung rät zudem dringend davon ab, nicht notwendige Autofahrten innerhalb Tirols zu unternehmen.
Diese Ausweichrouten werden gesperrt
Um ein Verkehrschaos zu verhindern, greift die Tiroler Landesregierung zu drastischen Maßnahmen: Neben der Brennerautobahn A13 werden auch wichtige Ausweichrouten gesperrt. Betroffen sind die Brennerstraße B182 und die Ellbögener Straße L38. Die Sperren gelten am 30. Mai zwischen 11 und 19 Uhr in beide Fahrtrichtungen. Auch die Stubaitalstraße (B183) ist dann nur noch für An- und Abreisen freigegeben.
Die Sperre auf der A13 gilt zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner. Damit wird es tagsüber praktisch unmöglich, den Brenner mit dem Auto zu überqueren. Selbst erlaubter Ziel- und Quellverkehr muss mit langen Wartezeiten rechnen.
Auch auf italienischer Seite drohen massive Probleme: Die Brennerautobahn A22 wird ab Sterzing Richtung Norden von 10.30 Uhr bis 20 Uhr gesperrt. Bei starkem Stau könnte die Sperre sogar bis nach Bozen ausgeweitet werden.
Reisenden wird deshalb empfohlen, auf den Grenzübergang Tarvis auszuweichen.
Auch München Richtung Salzburg von hohem Stauaufkommen betroffen
Auch auf regionale Autofahrten im südlichen Bayern sollten Reisende möglichst verzichten. Vor allem auf den Autobahnen südlich von München drohen massive Staus und teils kompletter Stillstand. Durch Ausweichverkehr und Sperrungen dürfte zudem auch das nachgeordnete Straßennetz stark belastet werden.
Fahrten von München oder Memmingen in Richtung Alpen sollten deshalb nach Möglichkeit verschoben werden. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte deutlich mehr Zeit einplanen und ausreichend Getränke mitnehmen.