München - Während alle anderen Bundesländer schon die Ferien- und Urlaubszeit genießen durften, mussten Schüler in Baden-Württemberg und Bayern weiter die Schulbank drücken. Doch am Freitag starten auch die "Südstaaten" in ihre sechs Wochen Pause. Und das bedeutet Staus und Wartezeiten.
Und die Experten des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) wissen: "Damit erreicht der Reiseverkehr seinen Höhepunkt." Und das ab dem kommenden Freitag.
"Erfahrungsgemäß ist das erste August-Wochenende das staureichste der gesamten Ferienzeit", heißt es weiter.
Doch nicht nur die beiden - durchaus sehr großen - Bundesländer aus dem Süden sorgen zusätzlich für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen und Grenzübergängen.
Auch bei unseren europäischen Nachbarn sind die Menschen noch im Reisefieber. Entspannt wird es selten, aber auch in dieser genannten Zeit gibt es ruhigere und schlimmere Phasen.
Der stärkste Verkehr wird am Freitagnachmittag und -abend erwartet. Auch der Samstagvormittag steht bei Urlaubern hoch im Kurs. Am Sonntagnachmittag und -abend ist ein weiterer Peak zu erwarten, dann jedoch vor allem auf den Rückreise-Strecken.
Demo auf Fernpassstraße bremst weiter aus, Alternativ-Route wird gesperrt
Wie in den gesamten Ferienzeiten tragen - neben den rund 1000 Baustellen auf den Autobahnen - auch die Tagesausflügler in Richtung Alpen, Küsten, Seen und Mittelgebirge ihren Teil bei.
Besonders viele Nerven und ausreichend Getränke und Ablenkung sollte man einpacken, wenn man auf folgenden Strecken unterwegs ist:
- A1 Fehmarn - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
- A2 Dortmund - Hannover - Magdeburg
- A3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - Passau
- A4 Aachen - Köln sowie Dresden - Görlitz
- A5 Kassel - Frankfurt sowie Darmstadt - Karlsruhe - Basel
- A6 Mannheiwm - Heilbronn - Nürnberg
- A7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg sowie Ulm - Füssen
- A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
- A9 Halle/Leipzig - Nürnberg - München
- A10 Berliner Ring
- A11, A12 und A13 im Großraum Berlin
- A20 Lübeck - Rostock
- A24 Hamburg - Schwerin
- A95 München - Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau - München
- A99 Autobahnring München
Auch an den Grenzen und darüber hinaus ist die Staugefahr nicht überwunden. In Österreich werden vor allem die West- (A1), die Tauernautobahn (A10) sowie die Inntal- (A12) und die Brennerautobahn (A13) voll sein. Am Samstag wird außerdem die Fernpassstraße (B179) zwischen 9.45 Uhr und 12 Uhr aufgrund einer Protestaktion gesperrt.
Wer plant, dann in Richtung Tirol auf das Hahntennjoch (L 246) auszuweichen, hat ebenfalls schlechte Karten: Diese wird gesperrt. Das betrifft auch einige Ausweichrouten in Deutschland. Weitere Details zu Staus und Sperrungen - auch in Richtung Schweiz und Italien - findet man auf www.adac.de.