Ersthelfer ziehen brennenden Fahrer aus Wrack! Hat der Mann zuvor seine Ex ermordet?

Damme/Wildeshausen - Am Freitagmorgen findet die Polizei in Damme (Landkreis Vechta) eine schwerverletzte Frau (41) auf der Straße, weniger später ist sie tot. Nur wenige Stunden später verunfallt ihr Ex (49) auf der A1 bei Wildeshausen schwer. Was hat es damit auf sich?

Der Tatverdächtige soll auf der A1 einen schweren Unfall gebaut haben.
Der Tatverdächtige soll auf der A1 einen schweren Unfall gebaut haben.  © Ludger Tebben/Nord-West-Media TV/dpa

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten zunächst gegen 6.19 Uhr zu einer Wohnsiedlung gerufen. Dort fanden sie die verletzte Frau auf der Straße liegend vor, die trotz Reanimationsmaßnahmen kurz darauf verstarb.

Aufgrund der Situation gingen die Beamten von einem Tötungsdelikt aus. Schnell richtete sich der Verdacht gegen einen 49-jährigen Ex-Partner.

Nur kurze Zeit zuvor war es auf der A1 bei Wildeshausen zu einem schweren Unfall gekommen. Laut Medien soll es dabei um eben jenen Mann handeln. Eine Polizeisprecherin durfte auf TAG24-Nachfrage dazu keine Auskunft mehr erteilen. Am Nachmittag folgte dann aber die Bestätigung: Bei dem Unfallopfer handelt es um den 49 Jahre alten Ex-Partner, der in Verdacht steht, die Frau ermordet zu haben.

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Der Mann aus dem Kreis Cloppenburg war am Freitagmorgen in Richtung Bremen unterwegs, als er in einer Baustelle in einen vor ihm fahrenden Lastwagen krachte.

Der VW kam nach dem Zusammenstoß auf dem abgesperrten Seitenstreifen zum Stehen und fing sofort Feuer. Zwei Verkehrsteilnehmer reagierten geistesgegenwärtig und holten den schwer verletzten und bewusstlosen Mann aus seinem Wagen.

Polizei sucht nach schwerem Unfall auf der A1 bei Wildeshausen Ersthelfer

Die Feuerwehr löschte den in Brand stehenden Wagen.
Die Feuerwehr löschte den in Brand stehenden Wagen.  © NonstopNews / Gerrit Schöder

Zudem löschten sie seine brennende Kleidung. Weitere Ersthelfer mit medizinischer Ausbildung kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um das Opfer, das mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Der 42 Jahre alte Lkw-Fahrer blieb bei dem Crash unverletzt.

Die alarmierte Feuerwehr löschte das in Flammen stehende Fahrzeug, es entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro.

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Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A1 in Richtung Bremen voll gesperrt werden, gegen 9.15 Uhr konnte diese aufgehoben werden, wie die Polizei mitteilte. Für die Landung des Rettungshubschraubers war auch eine zwischenzeitliche Sperrung in Richtung Münster erforderlich.

Die Polizei sucht nun nach den beiden Ersthelfern und bedankte sich für ihren Einsatz. "Eine tolle Leistung von den beiden Männern, die ihr Leben riskiert haben, um den anderen zu retten", erklärte ein Beamter. Dass dieser zuvor wohl das Leben eines anderen Menschen ausgelöscht hatte, wussten sie nicht.

Erstmeldung, 16. Februar, 9.26 Uhr; Update, 16. Februar, 15.33 Uhr.

Titelfoto: NonstopNews / Gerrit Schöder

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