Unfall auf A10 entwickelt sich zu unerwartetem Krimi
Oberkrämer (Oberhavel) - Ein Unfall auf der Autobahn 10 hat am späten Samstagabend die Polizei auf den Plan gerufen - im Verlauf der Ermittlungen sind die Beamten auf einige Unregelmäßigkeiten gestoßen.
Bei dem Crash zwischen der Anschlussstelle Oberkrämer und dem Autobahndreieck Havelland wurde ein 27-Jähriger leicht verletzt und musste zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Hennigsdorf gebracht werden, wie die Polizeidirektion Nord am Sonntag mitteilte.
Bei der Unfallaufnahme stellten die Einsatzkräfte jedoch fest, dass der ausländische Fiat-Fahrer, der seit Juni 2025 in Deutschland wohnt, keinen gültigen Führerschein besaß.
Zudem sagte der am Unfall beteiligte 35 Jahre alte Lkw-Fahrer aus, dass in dem Wagen eigentlich drei Personen saßen.
Bei einer Suche in der Umgebung wurden dann die beiden Mitfahrer aufgegriffen, die sich illegal im Land aufhielten. Sie wurden in Gewahrsam genommen.
Fiat kracht auf A10 in Laster: 10.000 Euro Schaden
Der Fiat war gegen 22.50 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache vom mittleren Fahrstreifen abgekommen und mit dem Laster des 35-Jährigen zusammengestoßen.
In der Folge kollidierten beide Fahrzeuge mit der rechten Leitplanke und kamen schließlich auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Der Brummi-Fahrer blieb unverletzt.
Der Fiat wurde von der Polizei sichergestellt, der Sattelzug wurde unter polizeilicher Begleitung von der Autobahn geführt.
Die Behörde schätzte den Sachschaden auf rund 10.000 Euro ein. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die A10 in Richtung Autobahndreieck Havelland für etwa 90 Minuten komplett gesperrt werden.
Titelfoto: 7aktuell.de | P.Neumann

