Autobahn-Unfall fordert zwei Verletzte, doch eine Sache schockiert die Polizei so richtig

Hauptstuhl/Kaiserslautern - Es ist beinahe zum Verzweifeln - vor allem für Einsatzkräfte der Polizei. Einmal mehr haben zahlreiche Schaulustige infolge eines Auffahrunfalls auf der Autobahn 6 im Landkreis Kaiserslautern am Sonntagmorgen für Behinderungen im Straßenverkehr und der Abläufe der Ordnungshüter gesorgt.

Der weiße Mercedes war auf der A6 auf einen VW Polo aufgefahren. Beide Fahrerinnen wurden verletzt.
Der weiße Mercedes war auf der A6 auf einen VW Polo aufgefahren. Beide Fahrerinnen wurden verletzt.  © Polizeidirektion Kaiserslautern

Der Tag hatte noch gar nicht richtig begonnen, da hatte es auf der A6 zwischen dem rheinland-pfälzischen Miesau und Landstuhl in Fahrtrichtung Mannheim bereits gekracht.

Aus bislang nicht vollends geklärter Ursache war die Fahrerin eines weißen Mercedes auf das Heck eines vorausfahrenden VW Polo aufgefahren. Durch den heftigen Zusammenprall geriet der Volkswagen zunächst ins Schleudern und krachte linksseitig sowie auch rechts in die Leitplanke.

Für die Autofahrerinnen endete der Unfall jedoch verhältnismäßig glimpflich. Sie erlitten beide leichte Verletzungen, mussten aber dennoch auf schnellstem Wege in Krankenhäuser transportiert werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der betroffene Bereich der A6 für rund anderthalb Stunden voll gesperrt.

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Laut Angaben der Autobahnpolizei aus Kaiserslautern entstand bei dem Zusammenstoß ein Sachschaden von rund 25.000 Euro. Doch abseits des eigentlichen Geschehens mussten sich die Beamten ein Mal mehr mit einer Thematik beschäftigen, die ihnen seit jeher ein Dorn im Auge ist.

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Während der Unfallaufnahme sowie der Betreuung der Verletzten hielten es zahlreiche Gaffer für zwingend notwendig, das Gesehene mit ihrer Smartphone-Kamera festzuhalten. Insgesamt habe es sich um circa zehn bis 15 Fahrzeuge gehandelt. Eine Fahrerin bremste laut Polizei sogar extra ihr Fahrzeug ab und holte ihr Telefon aus der Handtasche.

Während zwei der Schaulustigen vor Ort mit einem Bußgeld belegt wurden, zeigte sich, dieses voyeuristische Verhalten sei inzwischen leider Standard, "aber kein Kavaliersdelikt", sagte eine Polizeisprecherin abschließend.

Titelfoto: Polizeidirektion Kaiserslautern

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