Tragödie auf der A6: Fahrer (†35) stirbt beim Nachtanken auf der Autobahn

Neuenstein - Ein folgenschwerer Unfall hat am Sonntagabend auf der A6 bei Neuenstein (Hohenlohekreis) ein Menschenleben gefordert. Ein 35-jähriger Mann wurde erfasst, während er versuchte, sein liegengebliebenes Fahrzeug auf der Fahrbahn zu betanken.

Die Unfallstelle wurde am Sonntagabend abgesichert. Es kam zum Großaufgebot der Einsatzkräfte.  © onw-images / Fabian Koss

Zu dem dramatischen Vorfall kam es gegen 20 Uhr kurz vor der Rastanlage Hohenlohe in Fahrtrichtung Nürnberg. Der 35-jährige Fahrer war zuvor mit seinem Sprinter auf dem rechten Fahrstreifen stehen geblieben, da der Tank leer war. Anstatt sich hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen, versuchte der Mann offenbar, den Wagen mittels eines Kanisters direkt auf der Autobahn wieder fahrbereit zu machen.

In diesem Moment wurde er von einem herannahenden Iveco-Wohnmobil erfasst. Dessen 63-jähriger Fahrer hatte laut Polizeiangaben keine Chance, dem Hindernis oder dem Mann auf der Fahrbahn rechtzeitig auszuweichen.

Der 35-Jährige starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle.

Unfall A6 Heftiger Unfall auf A6: Mercedesfahrer prallt ungebremst in stehenden Lastwagen

Die A6 musste für die Unfallaufnahme in Richtung Nürnberg bis kurz nach Mitternacht voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Neuenstein ausgeleitet, was zu einem Rückstau von zeitweise sechs Kilometern führte.

Die Polizei schätzt den Sachschaden an beiden Fahrzeugen auf insgesamt rund 17.000 Euro.

Anzeige

Neben der Verkehrspolizei waren insgesamt 26 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Rettungsdienst vor Ort. Notfallseelsorger kümmerten sich um den Wohnmobilfahrer und Augenzeugen vor Ort. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang des Unfalls ermitteln.

Mehr zum Thema Unfall A6: