Nach tödlichem Unfall auf A66: Gesuchter Raser will sich stellen, doch nur unter einer Bedingung

Hofheim am Taunus - Noch immer ist einer der drei Beteiligten an einem mutmaßlichen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim am Taunus, in dessen Folge eine 71-jährige Frau in ihrem Auto verbrannte (TAG24 berichtete), flüchtig. Doch nun scheint sich der 34-jährige Ramsy Azakir den Behörden stellen zu wollen.

Fotomontage: Schon mehrfach soll der gesuchte Raser, Ramsy Azakir (34), über seinen Anwalt Kontakt zur Frankfurter Staatsanwaltschaft aufgenommen haben.
Fotomontage: Schon mehrfach soll der gesuchte Raser, Ramsy Azakir (34), über seinen Anwalt Kontakt zur Frankfurter Staatsanwaltschaft aufgenommen haben.  © Wiesbaden112/Robin von Gilgenheimb, Polizeipräsidium Westhessen

Wie die Hessenschau berichtet, gebe es bereits seit einiger Zeit Kontakt zwischen Azakirs Verteidiger und der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Spätestens seitdem der Mordverdacht gegen ihn und die beiden mittlerweile aus der Untersuchungshaft entlassenen Sportwagen-Raser aufgehoben wurde, sei er bereit, sich auszuliefern.

Doch daran knüpfe er eine grundlegende Bedingung - er wolle nicht in Haft. Dagegen sperrt sich die Staatsanwaltschaft jedoch. Unter anderem auch aufgrund der Tatsache, dass sich der 34-Jährige noch immer auf der Flucht befinde.

Somit bestehe durchaus ein Haftgrund, der entsprechende Haftbefehl habe noch immer Bestand. Dagegen sei nun von Seiten des Verteidigers Azakirs Haftbeschwerde eingelegt worden, wie die Hessenschau weiter berichtet.

Am 10. Oktober soll der 34-Jährige mit seinem Lamborghini an einem mutmaßlichen illegalen Straßenrennen auf der A66 bei Hofheim am Taunus teilgenommen haben (TAG24 berichtete). Ein weiterer Lamborghini-Fahrer, Navid F. (29) aus Frankfurt am Main, sei mit rund 200 km/h unterwegs gewesen, als er aufgrund eines ausscherenden, nicht beteiligten Autos die Kontrolle über seinen Luxus-Wagen verlor.

Dabei krachte er zunächst in die Mittelleitplanke und dann in einen weiteren unbeteiligten Wagen, in dem die 71-Jährige fuhr. Während F. sich aus dem Wrack seines Autos befreien konnte, starb die Frau noch am Unfallort auf qualvolle Weise.

Per Haftbefehl gesuchter Ramsy Azakir (34) will nicht ins Gefängnis

Aufgrund des aufgehobenen Mordverdachtes droht dem 29-Jährigen mittlerweile aber lediglich eine Freiheitsstrafe von maximal zwei Jahren.

Titelfoto: Wiesbaden112/Robin von Gilgenheimb, Polizeipräsidium Westhessen

Mehr zum Thema Unfall A66:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0