Mann reanimiert! Horror-Unfall nach Hagelschlag auf Autobahn

Schnaittach - Nach Hagelschlag auf der A9 im Landkreis Nürnberger Land hat es zwischen den Anschlussstellen Hormersdorf und Schnaittach in Bayern wegen Fahrbahnglätte zwei Unfälle mit zahlreichen Beteiligten gegeben.

Mehrere Autos sind auf der A9 in Bayern kollidiert.
Mehrere Autos sind auf der A9 in Bayern kollidiert.  © NEWS5/Fricke

Die nassen Straßen hätten laut Frank Kramer, Zugführer der Feuerwehr Schnaittach, zu Glatteisbildung geführt.

Die Zahl der Verletzten ist bislang noch unklar, wie die Polizei Mittelfranken am Samstag mitteilte.

Der erste Zwischenfall ereignete sich demnach in Fahrtrichtung Berlin. Gegen 18 Uhr habe ein Auto wegen des einsetzenden starken Hagels auf dem Seitenstreifen gehalten, hinter dem Wagen stoppte danach ein Fahrzeug eines Abschleppdienstes.

Unfall A9: Aufwendige Bergungsarbeiten auf A9 nach Unfall abgeschlossen
Unfall A9 Aufwendige Bergungsarbeiten auf A9 nach Unfall abgeschlossen

Als dessen Fahrer aus seinem Auto ausstieg, sei er von einem weiteren Fahrzeug erfasst worden.

Der Mann wurde durch Ersthelfer vor Ort erfolgreich reanimiert und lebensgefährlich verletzt mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Auf der Gegenfahrbahn kam es laut den Beamten gegen 18.20 Uhr zu einem zweiten Unfall mit nach derzeitigem Stand zehn beteiligten Fahrzeugen. Der genaue Hergang ist allerdings noch nicht geklärt, die Polizei geht von mindestens sieben verletzten Personen aus. Eine davon sei schwer verletzt.

"Die Stelle ist in den letzten Wochen sehr beliebt gewesen für Aquaplaning-Unfälle", so Julian Feder.

Er arbeitet für das alarmierte Bergungsunternehmen. "Das wird Richtung Winter wahrscheinlich noch schlimmer werden." Einen Unfall in dieser Größenordnung gäbe es aber nur alle paar Jahre.

Auslöser war ein heftiger Hagelstaat im Freistaat.
Auslöser war ein heftiger Hagelstaat im Freistaat.  © NEWS5/Fricke

Christian März, der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, berichtete, dass sich die beiden Unfälle in einem gemeinsamen Bereich von rund 300 Metern zutrugen.

Ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber und sechs Rettungswagen seien mindestens im Einsatzgewesen. "Das war sicherlich kein alltäglicher Einsatz", so März. Er fand dankende Worte für die tatkräftigen Zeugen vor Ort: "Ersthelfer sind für den Rettungsdienst enorm wichtig", unterstrich er. "Ein Ersthelfer rettet tatsächlich Leben."

Die genaue Zahl der Verletzten sei Gegenstand der Ermittlungen, denn teilweise seien Geschädigte durch Zeugen direkt in umliegende Krankenhäuser gefahren worden. Die A9 wurde bis in den späten Abend in beide Fahrtrichtungen für mehrere Stunden voll gesperrt.

Erstmeldung: 17. September 21.35 Uhr, Aktualisierung mit weiteren Informationen am 18. September um 8.35 Uhr

Titelfoto: NEWS5/Fricke

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