Horror-Crash auf der A9: Mercedes rast ungebremst unter Laster-Heck
Denkendorf - Am Mittwochnachmittag kam es auf der A9 bei Denkendorf zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Mercedes V-Klasse ist in das Heck eines Lastwagens gekracht. Der Fahrer und seine Beifahrerin sollen dabei schwer verletzt worden sein.
Nach Angaben der Polizei war der Lkw auf der rechten Spur unterwegs, als ein Auto aus bisher ungeklärten Gründen von der mittleren Spur abkam und auf das Heck des Sattelzugs auffuhr. Dabei soll das Fahrzeug unter dem Lkw eingeklemmt worden sein.
Der Autofahrer verletzte sich dabei schwer, seine Beifahrerin verletzte sich lebensgefährlich.
Sie wurden in dem massiv deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Feuerwehrkräfte mussten die beiden mit einem hydraulischen Rettungsgerät aus dem Wrack befreien.
Wie schnell der Fahrer der V-Klasse auf der A9 bei Denkendorf in Richtung Nürnberg tatsächlich unterwegs war, lasse sich laut ersten Informationen vom Unfallort auf den ersten Blick offenbar nicht eindeutig feststellen.
Allerdings soll die Tachonadel nach dem Aufprall bei 190 km/h stehen geblieben sein – mit dieser angezeigten Geschwindigkeit sei der Wagen offenbar in das Heck eines Lastwagens gefahren.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen bis zur B-Säule unter den Lastwagen geschoben.
Trümmerfeld über mehrere hundert Meter lang
Der Lkw-Fahrer habe die Kollision demnach bemerkt, soll sofort gebremst und sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen gesteuert haben, wo er schließlich zum Stillstand gekommen sei. Das Trümmerfeld soll sich über mehrere hundert Meter entlang der Fahrbahn erstrecken.
Obwohl bereits Abschleppdienste vor Ort sind, geht die Polizei derzeit davon aus, dass die Bergung noch andauern wird. Der Verkehr wird aktuell an der Unfallstelle über eine Spur vorbeigeleitet. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen mit Verzögerungen von bis zu drei Stunden oder mehr rechnen.
Ein Rettungshubschrauber flog den schwer verletzten Fahrer in eine Klinik. Die Beifahrerin und der Lkw-Fahrer wurden nach der Erstversorgung mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Titelfoto: Vifogra / Marvin Klein
