Massencrashs auf A9: Mehrere Schwerverletzte, vier Hubschrauber im Einsatz
Weißenfels/Naumburg - Aufgrund von zwei schweren Crashs war die A9 zwischen Weißenfels und Naumburg am Sonntag für mehrere Stunden voll gesperrt. Mindestens zwölf Personen wurden durch die Auffahrunfälle verletzt, vier davon schwer.
"Wir sind zurzeit auf der A9 bei mehreren Unfällen im Einsatz", bestätigte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Halle (Saale) am Sonntag auf Anfrage von TAG24.
Kurz nach 12.30 Uhr krachte es das erste Mal in Richtung Nürnberg zwischen Naumburg und Droyßig. Insgesamt vier Fahrzeuge waren darin verwickelt.
Wie die Polizei am Montag ergänzte, bremste eine Audi-Fahrerin (40) staubedingt ab. Der hinter ihr fahrende 26-jährige Skoda-Fahrer bemerkte dies zu spät und fuhr auf den Audi auf. Daraufhin konnte auch eine Opel-Fahrerin (79) nicht rechtzeitig reagieren und knallte auf den Skoda. Der Audi wurde durch die Wucht der anderen Autos auf einen vor ihm stehenden Ford geschoben.
Die Opel-Fahrerin und die Beifahrerin des Skoda wurden schwerverletzt. Die Beifahrerin wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Skoda-Fahrer und die zwei dazugehörigen drei Monate und zwei Jahre alten Kinder verletzten sich leicht. "Ebenso leicht verletzt wurden der Fahrer und die Insassen des Audi", erklärte Polizeisprecherin Carola Baust.
Es entstand ein Schaden von circa 60.000 Euro.
Stundenlange Sperrung nach zweitem Crash
Knapp eineinhalb Stunden später krachte es ein zweites Mal ebenfalls auf der A9 in Richtung Nürnberg. Zwischen Weißenfels und der Raststätte Osterfeld West kam es gegen 13.50 Uhr zu einem Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen.
Ebenfalls aufgrund eines Staus musste eine Golf-Fahrerin (51) auf dem rechten Fahrstreifen halten. Hinter ihr fuhren ein VW Touran und ein Mini Cooper. Beide verlangsamten ihre Geschwindigkeit, was der dahinter herannahende Mercedes-Fahrer nicht bemerkte.
Er fuhr auf den Mini auf, dieser wiederum knallte daraufhin gegen den VW, welcher sich drehte und gegen den Golf gestoßen ist.
"Dabei wurde die Fahrerin des Tourans in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste schwerverletzt durch die Rettungskräfte geborgen werden", hieß es weiter. Ebenfalls schwer verletzt wurde der Mini-Fahrer (33). Vier weitere Personen verletzten sich leicht.
Neben drei Hubschraubern und Notärzten waren auch acht Rettungswagen und neun Feuerwehren im Einsatz. Der Gesamtschaden beträgt etwa 105.000 Euro.
Die A9 musste für beide Unfälle voll gesperrt werden. Nach dem zweiten Crash konnte sie erst gegen 19.20 Uhr wieder teilweise geöffnet werden.
Erstmeldung vom 12. Juli, 16.02 Uhr. Aktualisiert am 13. Juli um 15.23 Uhr.
Titelfoto: Montage: Heiko Rebsch/dpa; Daniel Karmann/dpa

