Fiat rast unter Laster: Beifahrer überlebt, weil er ein Nickerchen machte
Leipzig - Die Motorhaube aufgerissen, der Beifahrerplatz kaum mehr zu erkennen, so das schockierende Bild, das ein Fiat am Mittwochmorgen nach einem Unfall auf der A9 bot. Kaum zu glauben: Besagter Beifahrer (65) hatte dabei offenbar Glück im Unglück - weil er ein Nickerchen machte.
Der Fiat war gegen 9.15 Uhr auf der A9 zwischen Großkugel und Leipzig-West in Fahrtrichtung München verunglückt, wie Polizeisprecherin Melanie Roeber gegenüber TAG24 mitteilte.
Was genau sich bei dem Crash zutrug, ist derzeit noch unklar. Inzwischen liegen jedoch weitere Erkenntnisse zum Hergang vor. So hatte es am Mittwoch geheißen, der SUV wäre zunächst mit einer äußeren Leitplanke kollidiert, bevor er auf einen vor ihm befindlichen Sattelzug auffuhr.
Am Donnerstag teilte die Polizei jedoch mit, dass der 49-jährige Fahrer des Fiat vielmehr versucht habe, den Laster zu überholen. Dabei sei er mit seiner rechten vorderen Seite unter des Heck des Aufliegers geraten.
Die Folgen dessen waren verheerend: Die rechte Seite der Motorhaube wurde nahezu aufgeschlitzt, A- und B-Säule wortwörtlich nach außen gedrückt, von der Frontscheibe blieb nur noch der Teil vor dem Fahrer übrig.
Der Beifahrer soll dennoch Glück im Unglück gehabt haben. Nach TAG24-Informationen hatte er seinen Sitz nach hinten geklappt, um ein Nickerchen zu machen. Statt bei dem Unfall aufrecht zu sitzen, soll er vielmehr gelegen haben und dem Schlimmsten deshalb wohlmöglich entgangen sein.
Zwei Spuren der A9 gesperrt
Rettungskräfte des Flughafens Leipzig-Halle brachten 65-Jährigen sowie den 49-jährigen Fiat-Fahrer zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Beide waren bei dem Crash verletzt worden.
Der ebenfalls 65-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf circa 30.000 Euro.
Der rechte Fahrstreifen der A9 musste im Zuge der Unfallaufnahme zeitweise gesperrt werden, wodurch sich Stau bildete.
Die Beamten des Autobahnpolizeireviers nahmen den Unfall und die damit verbundenen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung auf.
Erstmeldung vom 24. Juni, 11.14 Uhr. Aktualisiert am 25. Juni, 11.19 Uhr.
Titelfoto: Michael Strohmeyer

