Tödlicher Unfall auf der A9: Baumaschine begräbt Lkw unter sich
Leipzig - Schwerer Unfall auf der A9 bei Leipzig: Ein Schwerlasttransporter ist am frühen Montagmorgen von der Autobahn abgekommen und in einen Straßengraben gestürzt. Der Fahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch am Unglücksort starb. Die Bergungsarbeiten dauern auch am Abend noch an.
Bilder vom Unfallort lassen Schlimmes erahnen: Die Baumaschine, mit der der Laster beladen war, liegt kopfüber im Dickicht neben der Autobahn, das Führerhaus ist nicht zu sehen.
Es soll nach TAG24-Informationen unter dem schweren Gerät begraben worden sein und der Fahrer des Gespanns vermutlich mit ihm.
Das Unglück geschah gegen 4.25 Uhr in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Großkugel und Leipzig-West, wie Polizeisprecherin Rebecca Leede auf Nachfrage von TAG24 bestätigen konnte.
Der Fahrer (44) des Schwerlasttransports sei aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und zunächst mit der linken Leitplanke kollidiert, ergänzte Sprecher Tom Erik Richter am Montagvormittag.
Das Gespann überfuhr daraufhin alle drei Fahrstreifen, durchbrach die rechte Leitplanke und stürzte in den Straßengraben. Dabei erlitt der 44-Jährige schwere Verletzungen, denen er noch an der Unfallstelle erlag.
Komplizierte Lkw-Bergung nach Unfall auf der A9 bei Leipzig kann noch dauern
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort im Einsatz. Der Verkehr wird seit dem Morgen auf dem linken Fahrstreifen am Unfallort vorbeigeleitet, sagte Leede. Auch am Vormittag ist der rechte Fahrstreifen weiter gesperrt, es muss immer noch mit Stau gerechnet werden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache in die Wege geleitet. Ob der am Morgen einsetzende Schneefall eine Rolle spielte, wird vermutlich Gegenstand der Untersuchungen sein.
Die Bergung des Lasters hat indes begonnen und wird noch einige Stunden andauern. Wie TAG24 unter Berufung auf die Feuerwehr am Ort des Geschehens erfuhr, werde ein Kran nun den Sattelauflieger hochziehen.
Doch es braucht noch schwereres Gerät, um die 50-Tonnen-Baumaschine bergen zu können. Dafür sei ein 450 Tonnen wiegender Kran angefordert worden. Voraussichtlich müsse die Autobahn für diese Maßnahme sogar noch einmal voll gesperrt werden, hieß es am Mittag.
Wie die Polizei am Abend in ihren Verkehrsmeldungen berichtete, dauern die Bergungsarbeiten auch am Abend noch an, weshalb es rund um den Unfallort immer wieder zu kurzfristigen Sperrungen kommen kann. Der Verkehr staut sich weiterhin, sodass das Gebiet möglichst weit umfahren werden soll.
Erstmeldung von 7.29 Uhr, zuletzt aktualisiert um 19.54 Uhr
Titelfoto: Michael Strohmeyer

