Gaildorf - In der Nacht auf Mittwoch erfasste ein Regionalexpress auf der Bahnstrecke zwischen Schwäbisch Hall und Gaildorf bei voller Fahrt mehrere Rinder.
Gegen 23.30 Uhr bemerkte der Zugführer die Tiere im Gleisbett. Trotz einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung bei einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometer pro Stunde und einem Warnpfiff konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
Drei Tiere wurden bei der Kollision getötet. Zwei weitere Kühe der Herde flüchteten und konnten bislang nicht wiedergefunden werden.
Nach aktuellem Stand wurde im Regionalexpress niemand verletzt. Der Zug wurde jedoch im Frontbereich so stark beschädigt, dass er zum Bahnhof Gaildorf/West abgeschleppt werden musste.
Für die Bergung der Kadaver setzte die Deutsche Bahn eine spezielle Bergungsmaschine ein. Die Strecke blieb für die Dauer der Arbeiten bis Mittwochmorgen um 6.30 Uhr voll gesperrt. Dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen und Verspätungen im regionalen Bahnverkehr.
Laut Polizei waren die Kühe bereits am Dienstagmittag von einer etwa acht Kilometer entfernten Weide ausgebrochen. Die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen gegen die 48-jährige Halterin der Tiere aufgenommen. Es besteht der Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.