Wegen diesem Tweet greift Hochstapler Postel Jan Böhmermann an!

Tübingen/Stuttgart - Einer der bekanntesten deutschen Hochstapler Gert Postel (60) hat mal wieder Beef mit einem Komiker.

Saß vier Jahre Im Knast: Hochstapler Gert Postel.
Saß vier Jahre Im Knast: Hochstapler Gert Postel.  © Imago

Dieses Mal ist Postels Feind allerdings nicht der Satiriker Shahak Shapira, der Postel vor kurzem in einem Tweet, ein nicht mehr so langes Leben prophezeite (TAG24 berichtete), sondern Deutschlands derzeit erfolgreichster Komödiant Jan Böhmermann (37).

Dieser machte sich nämlich auf Twitter über den Prinzen Saudi-Arabiens lustig, der erst nach über zwei Wochen zugab, dass ein Journalist bei einer Schlägerei im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul (Türkei) zu Tode kam. Der saudi-arabische Journalist war verschwunden.

Somit twitterte Böhmermann: " Verehrter Prinz von Saudi-Arabien, Herrscher von Simsala-Verschwindien, Regent von Sägi-Abbeinien, Salman von Autschi-Abkratzien, seine Exzellenz zu Schnelli-Zerteilien, Gebieter von Saudi-Barbarien –bitte erscheinen Sie morgen um 12 Uhr im Konsulat der Teilrepublik Metabo."

Wünscht Böhmermann also dem Prinzen ein ähnliches Schicksal wie dem Journalisten? Man weiß es nicht. Doch infolge des Tweets bringt der Beefträger (bekannt aus Böhmermanns TV-Sendung Neo Magazin Royal) Böhmermann nun den Beef.

Hochstapler Gert Postel (60) und Komödiant Jan Böhmermann (37) mögen sich nicht. (Fotomontage)
Hochstapler Gert Postel (60) und Komödiant Jan Böhmermann (37) mögen sich nicht. (Fotomontage)  © dpa/imago

Beef in Person von Gert Postel. Denn dieser reagierte nämlich auf Böhmermanns offenbar satirischen Tweet so: "Wie peinlich-pietät-niveaulos kann man schwadronieren".

Interessant ist dabei, dass Postel und Böhmermann sich bereits persönlich kennengelernt haben und sich auch damals schon nicht leiden konnten. Nämlich bei der ehemaligen ZDF-Neo-Sendung "Schulz & Böhmermann".

Während Postel einen Monolog nach dem anderen führte und sich als Psychiater aufspielte, setzte es von Böhmermann einen Seitenhieb nach dem anderen in Richtung Postel. Beispielsweise kommentierte Böhmermann die Versuche der Menschenanalyse durch Postel wiederholt mit der Bemerkung "Herr Postel, Sie sind kein Psychiater."

Auch reagierte Böhmerman süffisant darauf, dass sich Postel mit Jörg Kachelmann verbrüderte, der ebenfalls in der Talkshow zu Gast war. Dieser saß wegen einem Vergewaltigungsvorwurfs unschuldig im Gefängnis, weshalb es so schien, dass Postel und Kachelmann sich Nahe stünden. Doch Böhmermann ließ die Verbrüderung der beiden Männer nicht gelten und griff Postel wieder an: "Herr Postel, Sie saßen nicht unschuldig im Knast".

Postel saß vier Jahre im Gefängnis, da er sich als Psychiater ausgab und in mehreren Kliniken arbeitete, ohne jegliche Qualifikation in diesem Fachbereich. (TAG24 berichtete) Postel ist nämlich Postbote, oder besser gesagt "Beefbote", wenn man auf seinen aktuellen Twitter-Angriff auf Böhmermann verweist.

Nach der "Schulz & Böhmernann"-Sendung ließ Postel übrigens verlauten, dass er nie wieder bei Böhmermann zu Gast sein will und dass er die Einladung sowieso nur annahm, da er eine so nette Einladung einer Redakteurin des ZDF bekam.

Was den aktuellen Twitter-Beef mit Böhmermann angeht, handelt es sich allerdings um einen einseitigen Streit, denn Böhmermann hat bisher noch nicht auf den Postel-Tweet reagiert.

Titelfoto: dpa/imago

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