Aktien-Sturz trifft Bonus: SAP-Chef verdient 16,2 Millionen Euro

Von Julian Weber

Walldorf - Insbesondere die langfristig gute Entwicklung des Aktienkurses hat SAP-Chef Christian Klein (46) erneut ein sattes Gehalt eingebracht.

Christian Klein (46) ist der wohl bestbezahlteste Manager Deutschlands.  © Uwe Anspach/dpa

Er verdiente im vergangenen Jahr gut 16,2 Millionen Euro, wie aus dem Vergütungsbericht von Europas größtem Softwarekonzern hervorgeht. Rund 90 Prozent der Summe geht auf erfolgsabhängige Boni zurück.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Vergütung des Top-Managers aber geringer aus: 2024 hatte Klein fast 19 Millionen Euro verdient - und war dadurch zum Spitzenverdiener unter den Dax-Vorstandschefs aufgestiegen.

Bereits damals hatte vor allem der Anstieg des Aktienkurses den Wert der Anteile in die Höhe getrieben, die der Aufsichtsrat den Managern als langfristigen Bonus gewährt. Zum Vergleich: 2023 hatte Klein noch rund 7,2 Millionen Euro erhalten.

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Der 45-Jährige dürfte weiterhin zu den bestbezahlten Managern in Deutschland gehören. In diesem Jahr stehen noch einige Vergütungsberichte der 40 größten börsennotierten Unternehmen aus. Eine Rangliste wird es erst in den nächsten Wochen geben.

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32,7 Millionen Euro für gesamten Vorstand

Die Vorstände bei SAP werden nach einem komplexen System bezahlt.  © Uwe Anspach/dpa

Im Wesentlichen setzen sich die Bezüge der Vorstände aus einer Festvergütung sowie kurz- und langfristigen Bonuszahlungen zusammen. Die Boni machen den größten Teil des Gehalts aus und sind unter anderem vom Erreichen bestimmter Vorgaben abhängig.

Der gesamte Vorstand verdiente 2025 etwas weniger, nämlich gut 32,7 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es rund 34,6 Millionen Euro.

2025 stieg der Umsatz des Konzerns dank des starken Plus bei Cloudsoftware um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich wuchs der Gewinn auf 7,5 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

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Dennoch litt die SAP-Aktie zuletzt unter der Sorge, dass das Geschäftsmodell der Walldorfer durch KI zunehmend gefährdet sein könnte. Seit seinem Hoch vor einem Jahr hat das Papier deutlich mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

Auf längere Sicht ist die Entwicklung jedoch weiterhin positiv.

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