Umweltschützer siegen gegen Red Bull: 17 Hektar Wald in Brandenburg vorerst gerettet

Baruth/Mark - Die einen sahen darin eine Chance, Brandenburgs Wirtschaft anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen, die anderen befürchteten Gefahren für die Natur und die Tierwelt: Jetzt ist der Bebauungsplan des Dosenwerks von Red Bull und Rauch vorerst gestoppt.

Das Dosenwerk soll Teil eines größeren Produktions-Campus werden – die endgültige Baugenehmigung steht noch aus. (Archivfoto)
Das Dosenwerk soll Teil eines größeren Produktions-Campus werden – die endgültige Baugenehmigung steht noch aus. (Archivfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass der Bebauungsplan der Stadt vorläufig nicht umzusetzen ist. Damit darf der rund 17 Hektar große Kiefernforst, auf dem das Werk entstehen soll, vorerst nicht gerodet werden.

Grund dafür ist ein Normenkontrollantrag der Umweltvereinigung Grüne Liga.

Die Umweltschützer kritisierten mögliche Folgen für den Artenschutz und bemängelten unzureichende Ausgleichsmaßnahmen.

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Das Gericht stellte einen klaren Fehler im Plan fest: Für das Industriegebiet waren keine Flächen ohne Lärmbeschränkung vorgesehen – nötig für Betriebe, die viel Lärm machen.

Ob es noch weitere Mängel gibt, war für diese vorläufige Entscheidung nicht relevant. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Kritiker fürchten Wasserknappheit

Die Unternehmen Rauch und Red Bull wollen ihre Getränke-Produktion rund 50 Kilometer südlich von Berlin ausbauen und ein eigenes Dosen-Werk für die Wachmacher errichten. (Archivfoto)
Die Unternehmen Rauch und Red Bull wollen ihre Getränke-Produktion rund 50 Kilometer südlich von Berlin ausbauen und ein eigenes Dosen-Werk für die Wachmacher errichten. (Archivfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Die Getränkehersteller hatten 2023 den Mineralwasserabfüller Urstromquelle übernommen und wollten nun ein eigenes Dosenwerk errichten.

Kritiker warnen, dass dafür jährlich bis zu 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen werden könnten – mit Folgen für Trinkwasser und Umwelt. Red Bull und Rauch betonen dagegen, dass kein zusätzliches Wasser verbraucht werde.

Baruths Bürgermeister Peter Ilk betonte die Chance, Arbeitsplätze zu sichern. Gleichzeitig warnen Protestgruppen vor möglichen Folgen für Trinkwasser und den Wald.

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Ob der Bebauungsplan noch einmal angepasst wird, ist derzeit unklar.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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