Zwönitzer Brauerei und ihre Pissoirs: Vier Sterne für die Bierfass-Idee

Zwönitz - Sternenregen für Bierfass-Pissoirs!

Brauerei-Chef Dominik Naumann (38) freut's: Für seinen Bier-Tempel gab's jetzt vier Sterne.
Brauerei-Chef Dominik Naumann (38) freut's: Für seinen Bier-Tempel gab's jetzt vier Sterne.  © Georg Ulrich Dostmann

Okay, und die neuen Gästezimmer. Dominik Naumann (38), Chef der Zwönitzer Brauerei, darf sich über vier Sterne für sein Haus freuen.

Er hat in den vergangenen Monaten seine Räumlichkeiten zu einem wahren Tempel zu Ehren des beliebten Gerstensafts umgebaut (TAG24 berichtete).

Jedes Zimmer hat den Namen einer Biersorte, duschen kann man mit Ausblick auf ein Hopfenfeld. Eine der schönsten Ideen: Die Toiletten im großen Veranstaltungssaal wurden saniert.

Dabei wurden herkömmliche 50-Liter-Edelstahl-Bierfässer zu Pissoirs. Die Dehoga Sachsen hat den Brauereigasthof jetzt mit vier Sternen ausgezeichnet.

Die Mühe hat sich für Naumann und sein Team also gelohnt. Für den Umbau hat er gut 650.000 Euro springen lassen, etwa 176.000 Euro davon, stammen aus einem Förderprogramm der EU.

In den Umbau seines Hauses hat Brauerei-Chef Dominik Naumann viel Liebe gesteckt

Besonders die neuen Pissoirs, gefertigt aus Bierfässern, sorgten für Aufsehen.
Besonders die neuen Pissoirs, gefertigt aus Bierfässern, sorgten für Aufsehen.

"Gut fünf Monate haben wir für alles gebraucht", sagte der Brauerei-Chef kurz nach der Eröffnung der neuen Zimmer. "Unter anderem wurde die komplette erste Etage des Hauses entkernt, damit wir Platz für die neuen Gästezimmer schaffen konnten.“

Insgesamt gibt es nun neun Übernachtungsmöglichkeiten, alle sind komplett neu ausgebaut. "Das neunte Zimmer war früher der Aufenthalts- und Fernsehraum. Das neue Appartement war einst die Brauerwohnung und trägt deshalb auch den Namen Braumeister-Appartement", so Naumann.

Ob "Ziegenbock" oder "Whiskey-Bock", die Biersorten, die in der Zwönitzer Brauerei hergestellt werden, geben den Zimmern auch ihre Namen. Schnöde Nummern sucht man vergebens. Übrigens: Passend zum gewählten Zimmer gibt’s für jeden Gast eine Flasche des namensgebenden Bieres als Betthupferl.

Mit viel Liebe zum Detail wurde die kleine Pension zu einem Mekka für den leckeren Gerstensaft. Die Decke in einigen Räumen besteht allerdings aus artfremden Materialien. "Die Decke haben wir aus alten Whisky-Fässern bauen lassen", so der Chef. Okay, es sei verziehen, immerhin beherbergten die Fässer mal Hochprozentiges. Und wer zu viel Bier getrunken hat beim Brauereibesuch, der kann den Gerstensaft auch ganz stilecht wieder loswerden - im Bierfass-Pissoirs. Na dann, Prost!

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