BMW-Fahrer kracht beim Überholen in Lkw: Drei Tote im Norden

Drochtersen - Tragödie im Norden: Am Freitag sind bei einem schweren Unfall in der Nähe von Drochtersen im Landkreis Stade (Niedersachsen) drei Menschen ums Leben gekommen.

Auf der L111 bei Drochtersen sind am Freitag ein BMW und ein Lkw zusammengestoßen. Drei Menschen kamen dabei ums Leben.
Auf der L111 bei Drochtersen sind am Freitag ein BMW und ein Lkw zusammengestoßen. Drei Menschen kamen dabei ums Leben.  © JOTO

Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, hatte sich der tödliche Crash gegen 14.10 Uhr auf der L111 zwischen Drochtersen und Stade ereignet - nach derzeitigen Erkenntnissen handelte es sich um ein missglücktes Überholmanöver.

Demnach überholte der Fahrer (24) eines 3er-BMWs einen vorausfahrenden Transporter samt Anhänger, ehe der Wagen nach Abschluss des Überholvorgangs auf gerader Teilstrecke zwischen zwei Kurven mutmaßlich aufgrund zu hoher Geschwindigkeit auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern kam.

Der BMW geriet in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Lkw. Der Aufprall war so heftig, dass der mit einem Bagger beladene Anhänger des Lastwagens abriss und zwischen den Transporter und dessen Anhänger schleuderte.

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Für die drei BMW-Insassen kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer, seine 62-jährige Beifahrerin (beide aus Drochtersen) und eine 26-jährige Mitfahrerin aus Hamburg verstarben noch an der Unfallstelle. Sie mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Wagen befreit werden.

Sachverständiger sichert Spuren, um genauen Unfallhergang zu klären

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Für die drei Insassen aus dem BMW konnten sie jedoch nichts mehr tun.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Für die drei Insassen aus dem BMW konnten sie jedoch nichts mehr tun.  © JOTO

Der Lkw-Fahrer, ein 59-Jähriger aus Marne, wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Stade gebracht. Der 65-jährige Transporter-Fahrer aus Ahlerstedt hatte Glück und blieb unverletzt.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber waren vor Ort, mussten allerdings ohne Patienten wieder abheben.

Die Staatsanwaltschaft Stade beauftragte zur Klärung des genauen Unfallhergangs einen Sachverständigen, der vor Ort Spuren sicherte.

Die Landstraße musste während der Rettungsarbeiten sowie der anschließenden Spurensicherung und Aufräumarbeiten bis in die Abendstunden voll gesperrt werden.

Erstmeldung: 16 Uhr, zuletzt aktualisiert: 20.46 Uhr

Titelfoto: JOTO

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