100.000 feiern Abschied: So emotional endete "Rhein in Flammen" in Bonn
Bonn - Rund 100.000 Menschen haben von Freitag bis Sonntag "Rhein in Flammen 2026" in Bonn gefeiert. Mit der 40. Ausgabe ging gleichzeitig eine Ära in der Rheinaue zu Ende, denn ab 2028 soll das Event mit neuem Konzept in die Innenstadt umziehen.
Wie die Stadt mitteilt, blieb trotz angekündigter Gewitter das große Unwetter aus und wenige Tropfen störten die Feierlaune kaum. Stattdessen wurde bei Open-Air-Atmosphäre durchgehend gefeiert, inklusive Fahrgeschäften, Food-Ständen und jeder Menge Live-Musik.
Highlight war die große Lichtershow am Samstagabend: Drohnen und Feuerwerk sorgten für rund 30 Minuten "Wow"-Momente über der Rheinaue und erzählten von 40 Jahren Festivalgeschichte. Dazu gab es Musik, Emotionen und einen Schiffskonvoi auf dem Rhein.
Auch die Polizei zieht ein entspanntes Fazit: "Wir blicken auf einen überwiegend ruhigen Großeinsatz zurück." Größere Zwischenfälle blieben aus, es kam lediglich zu einzelnen Jugendschutzkontrollen, Verwarnungen wegen Falschparkens und kleineren Ordnungswidrigkeiten.
Damit endet "Rhein in Flammen" in den Rheinauen friedlich, aber auch ein bisschen wehmütig, bevor das Event in zwei Jahren völlig neu startet.
Warum "Rhein in Flammen" die Rheinaue verlässt
Der Grund für das Aus in der Rheinaue ist nicht nur der Wandel des Events selbst, sondern auch äußere Rahmenbedingungen: strengere Umwelt- und Artenschutzauflagen sowie anstehende Sanierungs- und Anpassungsarbeiten auf dem grünen Gelände.
Vor allem der Schutz sensibler Naturbereiche rund um den Rheinauensee spielte dabei eine Rolle. Schon in diesem Jahr wurde deshalb etwa auf Teile des Feuerwerks verzichtet und stärker auf Drohnenshows gesetzt.
Die Stadt Bonn will die Pause 2027 nun nutzen, um das Konzept grundlegend zu überarbeiten. "Rhein in Flammen" soll moderner, nachhaltiger und stärker in die Stadt integriert werden.
Ab 2028 ist ein Neustart als urbanes Stadtfest entlang der Bonner Innenstadt und der Rheinpromenade geplant.
Titelfoto: Volker Lannert/dpa

