80 Jahre Landtag: Neuer Erinnerungsort für Opfer des Nationalsozialismus

Von Oliver Auster

Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Landtag richtet einen Erinnerungsort für Abgeordnete ein, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Dafür sollen Biografien der Politiker auf einem Display in einem Eichenholztisch gezeigt werden.

Im nordrhein-westfälischen Landtag soll ein Gedenkort für NS-verfolgte Abgeordnete entstehen. (Archivbild)  © Thomas Banneyer/dpa

Der Gedenkort mit dem Namen "Sei ein Mensch" soll nahe dem Eingang zum Plenarsaal des Landtags aufgebaut werden.

Besucher können über einen Touchscreen ein digitales Gedenkbuch mit den Biografien von rund 80 Abgeordneten aus der Nachkriegszeit anschauen.

Start soll im Oktober zum 80-jährigen Jubiläum des Landtags sein.

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Landtagspräsident André Kuper sagte der dpa: "Es waren die frühen Abgeordneten des Landtags, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Grundlagen schufen, um das neue Land nach demokratischen Grundsätzen wieder aufzurichten."

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Viele von ihnen seien im Nationalsozialismus verfolgt worden, so Kuper: "Es ist uns ein Anliegen, einen würdigen Erinnerungsort im Landtag zu schaffen für diejenigen, die sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen Verfolgungsgeschichte in den Dienst der parlamentarischen Demokratie stellten."

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