Auf der Jagd nach guten Fotos: So viel Kohle haben Hendrik Wüst und Kollegen für Aufnahmen ausgegeben

Von Oliver Auster

Düsseldorf - Nicht nur "Insta-Präsident" Hendrik Wüst (50) gibt bei seiner Arbeit Geld für Fotos und Videos aus. Auch diese Politikerinnen und Politiker greifen für gut in Szene gesetzte Momentaufnahmen ordentlich in die Tasche.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50) hat im Vorjahr fast 80.000 Euro für Fotos und Videos ausgegeben.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Für Fotos und Videos von Wüst hat die Staatskanzlei 2025 nach eigenen Angaben 79.778,97 Euro ausgegeben - das waren etwa 6000 Euro weniger als 2024.

So hohe Kosten hat tatsächlich kein Ministerium. An der Spitze der Ressorts liegt aber mit Abstand Wissenschaftsministerin Ina Brandes (48, CDU).

Laut einem Sprecher beliefen sich bei Brandes die Kosten im vergangenen Jahr auf 63.882,02 Euro. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 32.742,85 Euro, wurden für Video-Grußworte aufgewendet.

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Wie aus einer Aufstellung des Brandes-Ministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag zu lesen ist, kostete jedes einzelne Videogrußwort 1386,35 Euro.

2024 gab das Haus von Brandes mit 40.001,33 Euro noch deutlich weniger für Fotos und Videos aus, auch dabei ging mehr als die Hälfte (28.078,05 Euro) für Video-Grußworte weg, die laut dem Sprecher "auf expliziten Wunsch der einladenden Einrichtungen/Institutionen erstellt wurden".

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Mona Neubaur bezahlt knapp 17.000 Euro

Auch das Wirtschaftsministerium von Mona Neubaur hat sich sämtliche Medien ordentlich was kosten lassen.  © Roberto Pfeil/dpa

Das Wirtschaftsministerium von Mona Neubaur (48, Grüne) gab 2025 nach interner Sichtung 16.968,15 Euro für Fotos und Videos mit der Ministerin aus, 2024 war es mit 23.211,27 Euro noch mehr gewesen.

Bei Innenminister Herbert Reul (73, CDU) schlugen 2025 7226,30 Euro zu Buche, 2024 waren es 6764,77 Euro.

Aus dem Justizministerium von Benjamin Limbach hieß es: "Kosten für Foto-/Videodienstleistungen für den Minister sind weder 2024 noch 2025 entstanden."

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Auch in Marcus Optendrenks (56, CDU) Finanzministerium sind laut einem Sprecher keine entsprechenden Kosten entstanden. Ebenso blieb dieser Posten im Umweltministerium von Oliver Krischer (56, Grüne) ohne Ausgaben.

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