Seniorin fällt auf Fake-Polizisten rein und verliert fast halbe Million Euro

Von Frank Christiansen

Hilden - Falsche Polizisten haben in der Nähe von Düsseldorf ein teures Unheil angerichtet und einer Seniorin (84) fast eine halbe Million Euro abgeschwatzt.

Die Seniorin wurde unter anderem von mutmaßlichen Staatsanwälten, Richtern oder Mitarbeitenden einer Bank angerufen und hinters Licht geführt. (Symbolbild)
Die Seniorin wurde unter anderem von mutmaßlichen Staatsanwälten, Richtern oder Mitarbeitenden einer Bank angerufen und hinters Licht geführt. (Symbolbild)  © Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Die 84-Jährige sei der Polizei zufolge um insgesamt 300.000 Euro gebracht worden.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres habe ein Mann bei der Frau angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Er habe behauptet, das Geld der Seniorin sei bei ihrer Bank nicht mehr sicher. Sie solle es abheben, in Gold umtauschen und an einen angeblichen Abholer der Staatsanwaltschaft übergeben, der die Werte in sichere Verwahrung nehme.

In den folgenden Wochen hätten sich weitere Anrufer gemeldet, die sich als Staatsanwälte, Richter oder Bankmitarbeiter ausgegeben hätten.

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Die 84-Jährige habe den telefonischen Anweisungen mehrfach Folge geleistet und so insgesamt rund 300.000 Euro übergeben, teilte die Polizei mit.

Erst am vergangenen Freitag (6. März) sei der Betrug aufgefallen, als die Seniorin bei ihrer Bank eine Hypothek aufnehmen wollte, um weitere Zahlungen leisten zu können. Bankmitarbeiter hätten daraufhin die Polizei eingeschaltet.

Die Polizei warnte erneut vor der Betrugsmasche: Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft fragen am Telefon nach Vermögen. Sie nehmen auch kein Bargeld, Schmuck oder Gold zur "sicheren Verwahrung" entgegen.

Titelfoto: Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

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