Missbrauchsfälle an Kindern in NRW nehmen weiter zu: Ein Detail bei Tätern erschreckt besonders

Von Bettina Grönewald

Düsseldorf - Im vergangenen Jahr hat die Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen steigende Zahlen bei Totschlagsdelikten und sexuellem Missbrauch von Kindern registriert.

Bei Missbrauchsabbildungen von Kindern verzeichnete die Polizei mit mehr als 9800 Fällen ein Plus von neun Prozent. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Die Zahl aller erfassten Straftaten sank hingegen um drei Prozent auf knapp 1,4 Millionen Fälle im Vergleich zu 2024. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 hervor, die NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) in Düsseldorf vorgestellt hat.

Die weiter steigenden Zahlen bei sexuellem Missbrauch sowie bei Missbrauchsabbildungen von Kindern ("Kinderpornografie") nannte Reul zutiefst besorgniserregend. Dabei sei aber auch zu berücksichtigen: "Wer in diesem Bereich tief wühlt, findet auch mehr."

Beim sexuellen Missbrauch von Kindern registrierte die Polizei laut Kriminalstatistik ein Plus von 2,7 Prozent auf mehr als 4500 Fälle im Vergleich zu 2024. Die Aufklärungsquote liegt demnach bei etwa 83 Prozent.

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Bei Missbrauchsabbildungen von Kindern verzeichnete die Polizei mit mehr als 9800 Fällen ein Plus von neun Prozent. Im Sechs-Jahres-Vergleich haben sich die Zahlen in diesem Deliktbereich sogar verdoppelt.

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Als besonders besorgniserregend wertete das Innenministerium, dass von rund 7700 ermittelten Tatverdächtigen mehr als 20 Prozent Kinder und weitere rund 22 Prozent Jugendliche gewesen seien.

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