Dortmund - Niedlich, aber gefährlich: Auf der A2 nahe des Kamenzer Kreuzes (Nordrhein-Westfalen) ist ein Lkw mit einer Fellnase auf dem Armaturenbrett geblitzt worden. Die Polizei findet mahnende Worte.
Wie es in einem Facebook-Beitrag heißt, war der Fahrer eines Sattelzugs Mitte Januar nach Abzug der Toleranz mit 6 km/h zu schnell in Richtung Oberhausen unterwegs, weshalb die Radar-Messanlage des Verkehrsdienstes auslöste.
Bei der anschließenden Bearbeitung des Vorfalls habe es dann plötzlich eine tierische Überraschung gegeben. So habe eine Katze neben dem Temposünder gesessen.
Das Problem: "Haustiere werden rechtlich als Sache bewertet. Beim Transport in einem Fahrzeug gelten sie als Ladung. Klingt komisch, ist aber so", stellt die Dortmunder Polizei klar. Eine Mitnahme auf dem Beifahrersitz sei grundsätzlich erlaubt, jedoch nur mit entsprechender Sicherung - etwa durch eine Box oder Brustgeschirre mit Gurt.
Andernfalls könne der Vierbeiner bei einem Unfall oder einer Vollbremsung zum "tödlichen Wurfgeschoss" werden. "Dazu kommt: Ablenkung am Steuer ist eine der häufigsten Unfallursachen. Und sind wir mal ehrlich: Jeder Katzenmensch weiß, wie viel Aufmerksamkeit sich diese treuen Fellnasen einfordern können", erinnern die Beamten.
Infolge der unzureichenden Ladungssicherung müsse der Fahrer neben der Geldstrafe für den Geschwindigkeitsverstoß auch ein zusätzliches Verwarngeld in Höhe von 35 Euro erwarten.