Kaufvertrag schon unterzeichnet: Microsoft baut viertes KI-Rechenzentrum in NRW

Von Wolf-Dietrich von Dewitz und Alina Eultgem

Grevenbroich - Microsoft baut seine milliardenschweren Investitionen in Nordrhein-Westfalen weiter aus. Der US-Techkonzern plant ein viertes KI-Rechenzentrum in Grevenbroich im Rheinischen Revier.

Microsoft plant in Grevenbroich ein weiteres KI-Rechenzentrum. Der neue Standort könnte Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen.  © Sven Hoppe/dpa

Wie das Unternehmen mitteilte, wurde bereits ein Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet. Die Umsetzung hängt allerdings noch von der Baugenehmigung ab. Läuft alles nach Plan, könnte das Rechenzentrum Anfang der 2030er Jahre den Betrieb aufnehmen.

Wie viel Microsoft in den neuen Standort investiert, ist bislang offen. Für die drei bereits angekündigten Rechenzentren in Bedburg, Bergheim und Elsdorf hatte der Konzern 2024 insgesamt 3,2 Milliarden Euro zugesagt.

Ein Teil des Geldes fließt allerdings auch in den Ausbau eines bestehenden Standorts in Frankfurt sowie in Schulungsprogramme zum Thema Künstliche Intelligenz.

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Grund für den Ausbau ist die steigende Nachfrage nach leistungsstarken Rechenzentren. Microsoft sieht dabei vor allem Unternehmen aus NRW als mögliche Kunden.

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Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen (57, SPD) auf dem Grundstück, wo noch ein Weizenfeld ist . Künftig soll dort das Microsoft-Rechenzentrum stehen.  © Stadt Grevenbroich/dpa

Investition soll Region und Menschen stärken

"Nordrhein-Westfalen ist für Microsoft eine strategisch wichtige Cloud- und KI-Region", erklärte Deutschlandchefin Agnes Heftberger. Der neue Standort bedeute zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und die Menschen vor Ort.

Auch für den Arbeitsmarkt könnte das Projekt ein echter Schub werden. An den bisherigen Standorten rechnet Microsoft jeweils mit mehreren Hundert Arbeitsplätzen im Betrieb sowie rund 2500 weiteren Jobs bei Unternehmen, die sich in der Umgebung ansiedeln. Ein ähnlicher Effekt wird nun auch für Grevenbroich erwartet.

Bürgermeister Klaus Krützen (57, SPD) sprach von einem wichtigen Signal für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Solche Investitionen könnten neue Unternehmen auf die Stadt aufmerksam machen und die Region langfristig stärken.

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