Milliardenprojekt von Microsoft: Kommt jetzt der große Job-Schub für NRW?

Von Wolf-Dietrich von Dewitz und Alina Eultgem

Bergheim - Noch ist es Ödland mit plattgewalzter Erde, doch schon bald soll das 20 Hektar große Areal am Rande eines Gewerbegebiets in Bergheim zu einer Keimzelle eines starken Wirtschaftswachstums im Digitalzeitalter werden.

Spatenstich: Microsoft investiert mit dem Großprojekt Milliarden in digitale Infrastruktur und neue Jobs für die Region.
Spatenstich: Microsoft investiert mit dem Großprojekt Milliarden in digitale Infrastruktur und neue Jobs für die Region.  © Benjamin Westhoff/dpa

Bei einem symbolischen Spatenstich kamen am Donnerstag Vertreter aus der Politik und Wirtschaft ins Rheinische Revier westlich von Köln, um Fortschritte bei einer wegweisenden, milliardenschweren Investition des US-Technologieriesen Microsoft zu feiern.

Das Rheinische Revier mit seinen riesigen Tagebauen ist im Umbruch, die Tage des Braunkohle-Abbaus sind gezählt. Es droht bergab zu gehen mit der Region.

Klar ist, dass viele Arbeitsplätze der Energiebranche dort in einigen Jahren nicht mehr gebraucht werden. Doch staatliche Förderung und privatwirtschaftliche Investitionen in andere Wirtschaftsbereiche vor Ort machen Mut.

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Microsoft möchte 3,2 Milliarden Euro in drei Rechenzentren in Bergheim, Bedburg und Elsdorf sowie in einen Standort in Hessen investieren. Das könnte zum Jobmotor werden. Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler (CDU) spricht von "der ganz, ganz großen Hoffnung auf Zukunft".

Perfekte Lage für schnelle Datenverbindungen

Auf dem Gelände in Bergheim rollen die Bagger an: Hier entsteht eines der neuen Microsoft-Rechenzentren im Rheinischen Revier.
Auf dem Gelände in Bergheim rollen die Bagger an: Hier entsteht eines der neuen Microsoft-Rechenzentren im Rheinischen Revier.  © Benjamin Westhoff/dpa

Im Rheinischen Revier entstehen neue Rechenzentren, die riesige Datenmengen für Cloud-Dienste und Anwendungen der künstlichen Intelligenz verarbeiten sollen.

Die Region liegt günstig an einer wichtigen Datenverbindung zwischen Frankfurt und Amsterdam und bietet damit ideale Voraussetzungen für schnelle Rechenleistungen.

Microsoft rechnet mit mehreren hundert dauerhaften Jobs sowie Tausenden Stellen während der Bauphase. Zusätzlich könnten rund 2500 Arbeitsplätze durch weitere Firmen entstehen, die sich in der Umgebung ansiedeln.

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Erste Anlagen könnten ab 2027/2028 in Betrieb gehen. Außerdem finanziert Microsoft Schulungen zu künstlicher Intelligenz, von denen bereits mehr als 100.000 Menschen profitiert haben.

Titelfoto: Benjamin Westhoff/dpa

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