Nach Millionen-Raub in NRW: Polizei sucht Verdächtige mit roten und grünen Handschuhen
Gelsenkirchen - Es war ein Raub, der für Erstaunen und Entsetzen zugleich sorgte: Schätzungsweise rund 30 Millionen Euro (möglicherweise sogar mehr als 100 Millionen Euro) an Werten haben Täter beim Einbruch in den Tresor einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen erbeutet. Nun sucht die Polizei mit Fotos nach den Verdächtigen, die teils auffällige Merkmale besaßen.
In einer als "Top-Fahndung" markierten Mitteilung bittet die Polizei Nordrhein-Westfalen um Angaben zu den Personen und den Fahrzeugen, die sich am 29. Dezember im Parkhaus neben dem Geldinstitut befunden haben.
Auf Überwachungskameras ist zu sehen, wie ein mutmaßlicher Täter rote, ein anderer wiederum grüne Handschuhe trägt. Noch ist unklar, ob die Farbgebung nur Zufall oder Absicht war.
Ebenfalls zeigen die Fotos einen 600 PS starken Audi (vermeintlich aus Hannover) sowie einen Mercedes-Kleintransporter (vermeintlich aus Beckum). Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist zumindest das Kennzeichen mit der Kennung "Hannover" gefälscht.
Alle abgebildeten Tatverdächtigen sind vermummt, schlank bis leicht dicklich und schwarz beziehungsweise grau bekleidet.
Die Polizei vermutet, dass der große Spezialbohrer, ein sogenannter Kernbohrer, von den Kriminellen wieder mitgenommen worden ist. Eine heiße Spur gebe es bislang nicht, auch stehe derzeit keine Festnahme an.
Titelfoto: Polizei NRW (3)
