Ruhige Weiberfastnacht: Deutlich weniger Polizei-Einsätze
Von Christoph Driessen
Köln/Düsseldorf - Die Nacht nach dem Karnevalsauftakt an Weiberfastnacht ist in Köln und Düsseldorf vergleichsweise ruhig geblieben.
Zu den schon am Donnerstagabend gemeldeten Vorfällen seien keine weiteren dazugekommen, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen in Köln. Nach aktuellem Stand sei es in der Nacht ruhig geblieben.
Auch ein Sprecher der Polizei Düsseldorf beschrieb die Nacht als ruhig. "Das Wetter hat mitgespielt - oder auch nicht, je nachdem, wie man das sieht", sagte er. Es hatte am Donnerstag geregnet, was wohl viele Karnevalsfreunde von der Anreise und vom Feiern im Freien abgehalten hatte.
Deutlich weniger Feiernde als in den Vorjahren hätten überwiegend friedlich gefeiert, bilanzierte die Kölner Polizei. 35 Menschen wurden laut Mitteilung in Gewahrsam genommen - unter anderem, um Platzverweise durchzusetzen.
Nach angezeigten sexuellen Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstählen seien erste Ermittlungen eingeleitet worden.
Frau mit Machete bedroht
Zu einem bedrohlichen Vorfall kam es in der Kölner Innenstadt in der Weisengasse: Einer Frau wurde Polizeiangaben zufolge ihr Handy geraubt, das sie einem Mann kurz geliehen hatte. Dieser gab es nicht zurück, bedrohte die Frau mit einer Machete und floh dann.
Die Polizei ermittelt auch in zwei Fällen wegen des Verdachts der Vergewaltigung. In einer Kneipe in der Südstadt soll ein Unbekannter am späten Abend eine Frau vergewaltigt haben. Im Zülpicher Viertel soll ein Mann einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben. In allen Fällen stünden die Ermittlungen erst am Anfang.
Am frühen Freitagmorgen nahmen Polizisten einen 44-Jährigen fest. Der Mann soll einen Feiernden mit einem Hammer angegriffen haben. Der 22-Jährige sei dabei leicht am Kopf verletzt worden.
Auch ein mutmaßlicher Fall von Gewalt gegen Einsatzkräfte wurde in Köln registriert: Ein Zivilpolizist wollte demnach Pöbeleien eines Mannes beenden, woraufhin ihm dieser einen so schweren Kopfstoß versetzte, dass er im Gesicht verletzt wurde und nicht mehr dienstfähig war.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

