Köln - Der Flughafen Köln/Bonn ist der einzige in der Gegend, der rund um die Uhr offen hat, und das nervt nicht wenige Anwohner. Jetzt will der Airport dafür sorgen, dass nachts weniger Krach gemacht wird.
Der Plan: Airlines sollen lieber tagsüber fliegen. Um dafür neue Anreize zu schaffen, sollen Nachtflüge für die Fluggesellschaften teurer werden als bisher, teilte der Flughafen am Mittwoch mit.
Die Regel lautet: je lauter das Flugzeug, desto höher der Zuschlag. Schon in diesem Jahr hat der Flughafen die Gebühren für Nachtflüge um etwa 75 Prozent hochgeschraubt.
In zwei Jahren soll noch mal ordentlich draufgelegt werden. Dann kostet es die Airlines fast das Dreifache.
Ziel sei, dass mehr Airlines auf moderne, leisere Maschinen setzen und ihre Starts und Landungen auf den Tag verlagern.
Gleichzeitig hat der Flughafen beim Land beantragt, die Lärmschutzregeln bis 2030 zu verlängern und eine unbefristete Erlaubnis für Nachtflüge zu erhalten. So soll nicht nur die Nachtruhe verbessert, sondern auch der Wirtschaftsstandort langfristig attraktiv bleiben.