Spektakulärer Sparkassen-Einbruch: So gigantisch hoch wird die Beute jetzt geschätzt

Von Oliver Auster

Gelsenkirchen - Die Beute beim spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen liegt möglicherweise über 100 Millionen Euro. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. Demnach hätten einzelne Kunden angezeigt, dass sie jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten. Bild hatte zuvor darüber berichtet.

Die Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen im Stadtteil Buer. Nach dem Tresor-Coup in Gelsenkirchen sucht die Polizei nach den Tätern - bislang aber ohne großen Durchbruch.
Die Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen im Stadtteil Buer. Nach dem Tresor-Coup in Gelsenkirchen sucht die Polizei nach den Tätern - bislang aber ohne großen Durchbruch.  © Oliver Berg/dpa

Laut Bild kommt die Herkunft der Gelder den Ermittlern teilweise komisch vor. Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von "Hochzeitsgeldern" die Rede, erfuhr die dpa.

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Später sagte ein Polizeisprecher: "Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus." Die Schadenssumme lasse sich aber noch nicht seriös beziffern, so die offizielle Mitteilung.

Einsatzkräfte hatten den Einbruch am Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf.

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Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise über mehrere Tage hin.

Bisher keine heiße Spur

Im Zusammenhang mit dem Überfall hat die Polizei Nordrhein-Westfalen Fotos von mehreren Personen veröffentlicht.
Im Zusammenhang mit dem Überfall hat die Polizei Nordrhein-Westfalen Fotos von mehreren Personen veröffentlicht.  © Bildmontage: -/Polizei NRW/dpa

Die Sparkassenfiliale bleibt derweil noch einige Tage geschlossen. Die Beseitigung der Einbruchschäden sei noch nicht abgeschlossen, teilte die Bank mit. Die Kunden sollen informiert werden, sobald die Filiale wieder öffnet.

Die Sparkasse arbeitet nach eigenen Angaben weiterhin daran, die entstandenen Schäden zu erfassen und zu beheben. Das Loch im Tresorraum wurde inzwischen von Spezialisten geschlossen.

Sparkassen-Mitarbeiter registrieren unter notarieller Aufsicht Wertgegenstände und Dokumente, die die Täter nicht mitgenommen haben. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Man bedauere den Vorfall zutiefst und stehe in engem Kontakt mit der Polizei, erklärte die Sparkasse.

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Die Polizei veröffentlichte am Wochenende Fotos der maskierten Tatverdächtigen. Es handelt sich um Aufnahmen aus Überwachungskameras. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sie am 29. Dezember in dem angrenzenden Parkhaus aufgenommen, von dem aus sich die Einbrecher Zutritt zu der Bank verschafft hatten.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise zu den Personen und den Autos. Nach dem Einbruch gehen die Ermittler zahlreichen Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht.

Titelfoto: Bildmontage: Oliver Berg/dpa, -/Polizei NRW/dpa

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