Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote in NRW: Eine Zahl bereitet Sorgen

Von Frank Christiansen

Düsseldorf - Mehr Unfälle, mehr Verletzte, aber weniger Verkehrstote: Das kennzeichnet die Verkehrsunfallbilanz für Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr.

Mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Verletzten in NRW gehen auf Fahrräder oder Pedelecs. (Symbolbild)  © Jörg Carstensen/dpa

Die Polizei registrierte auch mehr Drogen am Steuer und mehr illegale Autorennen, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) am Mittwoch zum Verkehrsgeschehen bekannt gab.

Rund 656.000 Verkehrsunfälle (Vorjahr 643.000) und etwa 81.200 Verletzte (78.675) wurden im vergangenen Jahr registriert. 479 Menschen sind im Straßenverkehr ums Leben gekommen (485).

Es wurden deutlich mehr verunglückte Kinder und Jugendliche auf E-Scootern erfasst. Zudem wurde ein neuer Höchststand bei Unfällen unter Drogeneinfluss registriert. Die Zahl der Toten infolge illegaler Autorennen stieg auf einen Rekordstand seit Einführung des Straftatbestands.

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Der Straßenverkehr sei dichter, vielfältiger und komplexer geworden. Autos, Fahrräder, Pedelecs, Lastenräder, E-Scooter, Motorräder und Fußgänger teilten sich denselben, engen Raum.

"Wo mehr Verkehr auf gleich viel Raum trifft, entstehen neue Konflikte – und diese Konflikte schlagen sich in den Unfallzahlen nieder", so Reul.

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CDU-Politiker Herbert Reul (73) ist seit 2017 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen.  © Henning Kaiser/dpa

Risiko auf zwei Rädern

Mittlerweile entfielen mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Verletzten auf Fahrräder oder Pedelecs. 106 Menschen kamen dabei im vergangenen Jahr ums Leben – die höchste Zahl im Zehnjahresvergleich.

Stark nach oben gegangen sind die Unfallzahlen bei Kindern und Jugendlichen auf dem Pedelec (E-Bike). Deutlich zugenommen haben auch Unfälle mit E-Scootern.

2025 sind rund 3900 Menschen bei einem E-Scooter-Unfall getötet oder verletzt worden – ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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