Mehrere Meter mitgeschleift: Frau stirbt nach Kollision mit Lkw, Ehemann muss alles mit ansehen
Troisdorf - Todesdrama in Troisdorf: Für eine 66-jährige Fußgängerin kam am Mittwochmorgen nach einem schweren Verkehrsunfall jede Hilfe zu spät.
Nach Angaben der örtlichen Polizeibehörde ereignete sich der Vorfall gegen 8.45 Uhr auf der Kerpstraße im Stadtteil Sieglar.
Ein 36-jähriger Lkw-Fahrer, der zu diesem Zeitpunkt in Richtung Larstraße unterwegs war, musste an der Einmündung zur Christian-Esch-Straße verkehrsbedingt anhalten.
Als er dann wieder anfuhr, trat zeitgleich auch die Fußgängerin, die mit ihrem Ehemann unterwegs war, von links auf die Fahrbahn. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Großfahrzeug.
Die ältere Dame mit Wohnsitz in Troisdorf wurde infolge der Kollision mehrere Meter mitgeschleift, wodurch sie schwerste Verletzungen erlitt.
Alarmierte Rettungskräfte und ein Notarzt konnten ihr Leben trotz Reanimationsversuchen nicht mehr retten. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Ehemann und Brummi-Fahrer erleiden Schock
Sowohl ihr Ehemann als auch der Brummi-Fahrer erlitten einen Schock und wurden betreut. Einige Augenzeugen, die den Unfall auf der stark frequentierten Straße hautnah miterlebt hatten, erhielten ebenfalls Unterstützung durch das Notfallseelsorger-Team.
Während der Unfallaufnahme musste die Kerpstraße zwischen der Christian-Esch-Straße und der Larstraße bis 12.45 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden.
Dennoch ignorierten einige unbelehrbare Fußgänger die polizeilichen Absperrungen und bewegten sich in der Nähe der Unfallstelle.
Ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam (VU) der Polizei aus Köln wurde hinzugezogen, um Spuren und Beweise rund um den tödlichen Crash zu sichern.
Das Verkehrskommissariat der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Dabei wird insbesondere geprüft, ob der Lkw-Fahrer die Fußgängerin rechtzeitig hätte sehen können.
Titelfoto: Marius Fuhrmann

