Schrankenanlage an Bahnübergang defekt: Autofahrer wird von Güterzug erfasst
Leichlingen - Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Güterzug in Leichlingen im Rheinisch-Bergischen Kreis ist ein 23-Jähriger am Dienstagabend verletzt worden.
Wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen berichtete, hatte sich der Unfall am Abend gegen 21 Uhr am Bahnübergang des Leichlinger Bahnhofs ereignet.
Demnach ist die dortige Schranken- sowie Lichtzeichenanlage, die normalerweise die sichere Überfahrt über die Schienen ermöglicht, zurzeit wegen Bauarbeiten außer Betrieb. Es seien daher zwei Mitarbeiter eines Unternehmens eingesetzt worden, die den Bahnübergang immer dann für Fußgänger und Fahrzeuge sperren sollten, wenn ein Zug in den Bahnhof einfährt oder diesen verlässt.
Als ein 23-jähriger VW-Fahrer jedoch nach bisherigen Erkenntnissen den Bahnübergang Richtung Hochstraße überquerte, kam es zum Zusammenstoß mit einem Güterzug, der den Wagen des jungen Leichlingers erfasste und massiv demolierte.
"Der 42-jährige Lokführer aus Oberhausen war zu diesem Zeitpunkt mit seiner Lokomotive und 13 Wagons unterwegs in Fahrtrichtung Köln", schilderte der Polizeisprecher. Er blieb bei dem Unfall unverletzt.
Polizei leitet Ermittlungen ein: Warum war der Bahnübergang nicht abgesperrt?
Der Autofahrer zog sich hingegen leichte Verletzungen zu und wurde zur ambulanten Behandlung von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.
Bei dem Zusammenstoß entstand ein hoher Sachschaden, den die Beamten im unteren fünfstelligen Bereich einschätzten.
"Warum der Bahnübergang zum Zeitpunkt der Überquerung nicht abgesperrt war, ist nun unter anderem Gegenstand der Ermittlungen des Verkehrskommissariats", teilte der Sprecher abschließend mit.
Titelfoto: Bildmontage: Patrick Schüller
