"Unruhe in der Gesellschaft": Sparkassen-Plünderung wird Thema im Landtag
Von Oliver Auster
Düsseldorf – Der spektakuläre Einbruch mit Millionenbeute bei einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen soll in einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag aufgearbeitet werden.
Die SPD hat einen entsprechenden Antrag eingereicht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
In dem Antrag heißt es: "Im Mittelpunkt der Sondersitzung sollen u. a. Fragen zum Sachstand der Ermittlungen, also zur Identität der Täter, den Umständen ihrer Flucht und möglichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität stehen."
Es sollen aber auch Fragen hinsichtlich der sicherheitsrelevanten Schwachstellen der Bank, den ergriffenen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Wiederherstellung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung nebst Unterstützung von Geschädigten sowie zu den Konsequenzen für den künftigen Schutz von Banken und Schließfachanlagen in Nordrhein-Westfalen gehen.
Die nächste reguläre Sitzung des Innenausschusses wäre am 22. Januar. So lange will die SPD nicht warten. Wegen "des großen öffentlichen Interesses sowie der Unruhe und Sorge in der Gesellschaft, besteht eine besondere Dringlichkeit", heißt es im Antrag.
Einsatzkräfte hatten den Einbruch vergangene Woche Montag nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt.
Die Täter brachen fast alle 3250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa
