Stinkwanzen bekämpfen: effektiv und ohne Mief!

Wer plötzlich kleine Tierchen an den Wänden krabbeln sieht, der könnte von Stinkwanzen betroffen sein. Auch wenn man Schädlinge am liebsten sofort zerquetschen will, sollte man einiges beachten. Weil Ungeziefer nicht gleich Ungeziefer ist, zeigt TAG24, wie genau man Stinkwanzen bekämpfen kann!

Wie sehen Stinkwanzen aus und wie gefährlich sind sie?

Die eigentlich grünen Stinkwanzen färben sich im Herbst bräunlich.
Die eigentlich grünen Stinkwanzen färben sich im Herbst bräunlich.  © 123rf/grandbrothers

Um bei der Schädlingsbekämpfung richtig vorzugehen, muss man jene erst mal als Stinkwanzen ausmachen. Dabei sollte man diese Art vor allem aufgrund der Farbe nicht vorschnell ausschließen.

Obwohl viele sie nur als grünes Krabbeltier aus dem Garten kennen, tauchen die Wanzen vor allem in den herbstlichen Monaten auch in ihrer bräunlichen Herbstfärbung auf.

Die bis zu 1,5 Zentimeter große Gattung der Baumwanzen ist gut an ihrem breiten Rückenschild zu erkennen.

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Sobald man eine solche Wanze in seiner Wohnung oder in seinem Haus entdeckt, besteht kein Grund zur Panik. Vor einem Stinkwanzen-Biss muss man keine Angst haben. Sie beißen nämlich nicht und übertragen auch keine Krankheiten.

Dennoch bleibt sie ein Eindringling, den man nicht in den eigenen vier Wänden haben möchte.

Deswegen verrät Euch dieser Ratgeber, wie Ihr Stinkwanzen vertreiben könnt und warum sie überhaupt bei Euch auftauchen.

Weitere Unterstützung im Kampf gegen unerwünschte Gäste findet Ihr übrigens im Bereich "Ungezieferbekämpfung".

Infos für Schnellleser:

  • Stinkwanzen sind grün, außer im Herbst, da nehmen sie eine braune Färbung an.
  • Im Herbst suchen sie sich warme Winterquartiere, das kann auch die eigene Wohnung sein.
  • Sie vermehren sich erst im Frühjahr draußen. Um Stinkwanzen loszuwerden reicht also in der Regel das Einsammeln der einzelnen Tiere.
  • Man sollte sie nicht töten oder bedrängen, sonst gibt's eine "Stinkbombe".

Stinkwanzen bekämpfen: Dos and Don'ts

Ihren Namen haben die pflanzenfressenden Schädlinge nicht von ungefähr. Denn Stinkwanzen sind in der Lage, ein übel riechendes Sekret abzusondern.

Weil sie das immer dann tun, wenn sie sich bedroht fühlen, muss man effektive Maßnahmen mit Bedacht wählen. Ansonsten geht das schnell nach hinten los.

Beim Stinkwanzen Bekämpfen muss man daran denken, dass sie ein eklig riechendes Sekret ausstoßen können.
Beim Stinkwanzen Bekämpfen muss man daran denken, dass sie ein eklig riechendes Sekret ausstoßen können.  © 123RF/19730424

Dos: So kann man Stinkwanzen vertreiben

1. Die Wanze einfangen und rausbringen: Man stülpt ein Glas über den Eindringling und schiebt danach ein Blatt darunter, sodass kein Entkommen mehr ist. Dann lässt man die Stinkwanze draußen wieder frei, z. B. an einem Baum.

2. Wasser-Essig-Spülmittel-Gemisch: 240 Milliliter Wasser mit 120 Milliliter Essig und 60 Milliliter Spülmittel mischen und in einer Sprühflasche vermengen. Damit können die Wanzen und Orte, an denen sie entdeckt wurden, besprüht werden. Der Essiggeruch schreckt sie ab.

3. Neemöl gegen Stinkwanzen: Das pflanzliche Öl ist vor allem dann sinnvoll, wenn Stinkwanzen Pflanzen befallen haben. Sobald man sie damit besprüht, hören sie auf zu fressen. Zum Schutz der eigenen Pflanzen kann man auch deren Blätter mit dem Öl einreiben.

Achtung: Stinkwanzen können fliegen. Deshalb muss man beim Einfangen mit einem Glas darauf achten, dass sie sich nicht kurz vorher aus dem Staub machen.

Don'ts: Was man bei Wanzen auf keinen Fall machen sollte

Fehler #1: die Stinkwanzen töten. Das ist nicht für Tierfreunde der falsche Weg, denn wer das Ungeziefer zertritt oder zerschlägt, der setzt dabei das stinkende Sekret frei. Die Schädlinge umzubringen, ist also nicht gerade effektiv.

Fehler #2: Ungeziefer aufsaugen. Unabhängig davon, ob sie dabei stirbt oder nur eine bedrohliche Situation erkennt – die Stinkwanze würde ihren Duftstoff absondern. Jener verfängt sich dann im Staubsauger und kommt bei jedem künftigen Saugen wieder hervor.

Warum kommen Stinkwanzen in die Wohnung?

Weil sie sich auch mal einen Weg in Wohnungen bahnen, muss manch einer Stinkwanzen bekämpfen.
Weil sie sich auch mal einen Weg in Wohnungen bahnen, muss manch einer Stinkwanzen bekämpfen.  © 123RF/123artfotodi

Es ist kein Zufall, dass sich vor allem im Herbst vermehrt Stinkwanzen in Wohnungen und Häusern wiederfinden.

Die Krabbeltiere suchen sich bei sinkenden Außentemperaturen ein warmes Örtchen zum Überleben. Dabei werden sie vor allem von Licht angezogen.

Wer die Anwesenheit der Wanzen überhaupt entdeckt, hat Glück. Denn oftmals verstecken sie sich so gut in Ritzen, Löchern oder auch hinter Bilderrahmen, dass sie dort unerkannt überwintern.

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Aber keine Sorge: Man muss in aller Regel keine Angst vor einer heimlichen Stinkwanzen-Invasion haben. Die Zeit für ihre Paarung und das Eierlegen beschränkt sich nämlich auf Mai und Juni.

In diesen Monaten herrschen angenehme Außentemperaturen, weshalb sie keinen Grund haben sich in Wohnungen zu vermehren.

Gut zu wissen: Zu jener Zeit können sie eher zum Problem für Gartenbesitzer werden. Die Krabbeltiere legen ihre Eier gern an der Unterseite von Pflanzenblättern ab.

Was tun gegen Stinkwanzen? So bleiben sie auf Abstand

Stinkwanzen können auch durch Fensteröffnungen in Wohnungen krabbeln.
Stinkwanzen können auch durch Fensteröffnungen in Wohnungen krabbeln.  © 123RF/Gudella

Wenn man entdeckte Stinkwanzen vertreiben konnte, will man sich zukünftig sicher nicht noch einmal um so etwas kümmern müssen. Um weitere Besucher dieser Art zu vermeiden, gibt es ein paar einfache Methoden.

1. Wasser-Essig-Spülmittel-Gemisch: Mit der Mischung aus 240 Milliliter Wasser, 120 Milliliter Essig und 60 Milliliter Spülmittel kann man Tür- und Fensterrahmen einsprühen. Das hält die Schädlinge davon ab, sich zu nähern.

2. Fliegengitter: Mit Fliegengittern an Balkontüren und in Fenstern kann man dem Ungeziefer den Zutritt deutlich erschweren. Man sollte diese Vorrichtungen dann regelmäßig auf Löcher oder Risse prüfen, damit sie ihren Zweck erfüllen.

3. Clever lüften: Wenn man lüftet, sollte man nach Möglichkeit alle Lichtquellen ausschalten. Dann können sich die Stinkwanzen nicht daran orientieren.

4. Abdichten: Die kleinen Krabbeltiere gelangen oftmals durch undichte Fenster und Türen ins Innere. Diese Lücken sollte man gründlich abdichten.

Mit diesen Tricks ist es zumindest für in einer Wohnung lebende Menschen sehr unwahrscheinlich, dass sie noch einmal Stinkwanzen bekämpfen müssen. TAG24 wünscht Euch, dass Ihr davon verschont bleibt!

Titelfoto: 123RF/19730424, 123rf/grandbrothers (Bildmontage)

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