CDU-Wahlkampffinale in Rheinland-Pfalz: Schnieder und Merz glauben an Wahlsieg

Von Maximilian Hölzel und Wolfgang Jung

Mainz - Hochspannung garantiert! Am Sonntag wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag und selten war im Vorfeld die Ausgangslage so offen. In den letzten Umfragen liegen CDU und SPD nahezu gleichauf. Alle Informationen rund um die RP-Wahl findet Ihr in unserem Ticker.

CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder (r.) sagte in Gegenwart von Bundeskanzler Friedrich Merz, er sei "sehr zuversichtlich", was einen Wahlsieg angehe.
CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder (r.) sagte in Gegenwart von Bundeskanzler Friedrich Merz, er sei "sehr zuversichtlich", was einen Wahlsieg angehe.  © Uwe Anspach/dpa

20. März, 20.34 Uhr Uhr: Schnieder glaubt an Wahlsieg

Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder (50) ist "sehr zuversichtlich", dass nach 35 Jahren in der Opposition die Christdemokraten wieder den Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz stellen können.

"Zum ersten Mal seit gefühlt Jahrzehnten" habe die CDU auch in letzten Umfragen vor der Wahl einen stabilen Vorsprung, sagte Schnieder am Freitagabend zum CDU-Wahlkampfabschluss in Bad Dürkheim, zu dem auch CDU-Parteichef Friedrich Merz (70) angereist war.

20. März, 18.46 Uhr: Ex-Ministerpräsidentin Dreyer empfindet mehr Spannung und gibt sich optimistisch

SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer (2.v.l.) und die früheren rheinland-pfälzischen Regierungschefs Rudolf Scharping (l.), Malu Dreyer (2.v.r.) und Kurt Beck (r.) und bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung in Landau.
SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer (2.v.l.) und die früheren rheinland-pfälzischen Regierungschefs Rudolf Scharping (l.), Malu Dreyer (2.v.r.) und Kurt Beck (r.) und bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung in Landau.  © Andreas Arnold/dpa

Kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz empfindet die frühere Ministerpräsidentin Malu Dreyer (65, SPD) mehr Anspannung als bei eigenen Wahlkämpfen.

"Es ist fast weniger spannend, finde ich, wenn man selber drinsteckt bis in die letzte Minute, als wenn man von außen so ein bisschen guckt", sagte sie vor dem Abschluss des SPD-Wahlkampfes im südpfälzischen Landau. 

Sie blicke optimistisch auf die Wahl an diesem Sonntag, sagte Dreyer. SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer (52) liege bei den Beliebtheitswerten vor CDU-Kontrahent Schnieder. "Insofern bin ich zuversichtlich, dass der Sieg gelingt."

19. März, 17.59 Uhr: Finale im Wahlkampf in Rheinland-Pfalz

Zum Ende des Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz stimmen sich die Parteien bei Abschlussveranstaltungen auf die Landtagswahl am Sonntag ein. Dabei veranstalten die regierende SPD und die oppositionelle CDU ihre jeweilige Kundgebung am Freitag nur etwa 30 Kilometer voneinander entfernt.

SPD-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Alexander Schweitzer wirbt in seiner Geburtsstadt Landau um den erneuten Auftrag zur Regierungsbildung (17.30 Uhr). Erwartet werden auch die früheren rheinland-pfälzischen Regierungschefs Malu Dreyer, Rudolf Scharping (78) und Kurt Beck (77).

In Bad Dürkheim will CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder noch einmal für einen Regierungswechsel in Mainz werben (17.30 Uhr). Unterstützung erhält er unter anderem von Bundeskanzler Friedrich Merz. Gordon Schnieder ist der jüngere Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (57).

Auch andere Parteien stimmen sich ein, etwa die FDP mit Spitzenkandidatin Daniela Schmitt (53) und dem Bundesvorsitzenden Christian Dürr (48) in Koblenz (17.30 Uhr). Die Veranstaltungen markieren den Schlusspunkt des Wahlkampfs.

19. März, 11.40 Uhr: Wer soll Ministerpräsident werden?

Bei der Frage, wer künftig Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden soll, rangiert Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) INSA zufolge mit 29 Prozent deutlich vor CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder mit 13 Prozent und dem AfD-Kandidaten Jan Bollinger (48) mit 9 Prozent.

Zugleich zeichnen sich schwierige Koalitionsverhandlungen ab: Weder die bisherige Ampel noch klassische Zweierbündnisse gelten als sicher. Mehrere Konstellationen sind rechnerisch möglich - entsprechend hoch ist die Spannung vor ersten Prognosen am Wahlabend.

Die Spitzenkandidaten von SPD, Alexander Schweitzer (52, l.) und CDU, Gordon Schnieder (50), können beide auf den Wahlsieg ihrer Parteien hoffen.
Die Spitzenkandidaten von SPD, Alexander Schweitzer (52, l.) und CDU, Gordon Schnieder (50), können beide auf den Wahlsieg ihrer Parteien hoffen.  © Hannes P Albert/dpa

19. März, 11.35 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz

In der aktuellen INSA-Umfrage liegt die CDU mit 28,0 Prozent vor der SPD, die auf 27,0 Prozent kommt.

Laut INSA klettert die AfD dahinter auf 20 Prozent, während die Grünen bei 9 Prozent liegen. Um die 5-Prozent-Marke und den Einzug in den Landtag bangen müssen demnach die Linke sowie die Freien Wähler mit jeweils 5 Prozent.

Die FDP fällt hingegen derzeit unter 3 Prozent und würde dem neuen Parlament nicht mehr angehören.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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