Mainz - Ein 20-Jähriger raste mit rund 200 Kilometern pro Stunde über die A61, dann krachte er mit seinem Wagen in ein Auto - dessen Fahrerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt!
Der verhängnisvolle Crash ereignete sich am Samstagabend zwischen den Anschlussstellen Stromberg und Dorsheim westlich von Mainz, wie die Polizei in Rheinland-Pfalz am Sonntag mitteilte.
Demnach war der 20-Jährige mit einem "hochmotorisierten Audi" in Richtung Ludwigshafen auf der Autobahn unterwegs. Dabei überholte er mehrere Autos "mit sehr hoher Geschwindigkeit über den Seitenstreifen", wie ein Sprecher erklärte.
Nach dem Überholmanöver raste der Audi bei Nutzung beider Fahrstreifen und mit "weiterhin deutlich überhöhter Geschwindigkeit" über die A61.
Bereits dabei soll es "zu einer Gefährdung eines Verkehrsteilnehmers gekommen sein", hieß es.
In einer Kurve verlor der junge Mann gegen 19.22 Uhr "bei einer Geschwindigkeit von etwa 200 Kilometern die Stunde" die Kontrolle über seinen Wagen: Der Audi krachte gegen ein auf dem echten Fahrstreifen fahrendes Auto!
Die 50 Jahre alte Fahrerin des gerammten Wagens erlitt bei dem Crash schwere Verletzungen. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versorgten die Frau und brachten sie in eine Klinik.
Vollsperrung der A61 nach schwerem Unfall westlich von Mainz
Der 20-jährige Audi-Fahrer überstand den Unfall unverletzt. An beiden Autos entstand aber nach Einschätzung der Polizei jeweils Totalschaden.
"Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Ludwigshafen für mehrere Stunden voll gesperrt werden", ergänzte der Sprecher.
Die Autowracks wurden beschlagnahmt und abgeschleppt. Gegen den 20-Jährigen werde nun ein Ermittlungsverfahren "wegen mehrerer verkehrsrechtlicher Delikte" eingeleitet.
Hierzu suchen die Beamten der Verkehrsdirektion Mainz Zeugen, die den Crash auf der A61 "oder die vorausgegangene Fahrweise des Audi-Fahrers" beobachtet haben. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 067019190 entgegen.
"Die Polizei appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmenden, ihre Fahrweise und Geschwindigkeit den Verkehrsverhältnissen anzupassen sowie auf riskante Fahrmanöver zu verzichten", betonte der Sprecher.