Einlass nur für deutschsprachige Menschen? Debatte um umstrittene Freibad-Regel geht weiter

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Von André Jahnke und Inga Jahn

Halle (Saale) - Der Betreiber des Heidebades in Halle hat in der Diskussion um die Voraussetzungen zum Einlass in das Bad eine sachliche Debatte gefordert. Sein Strandbad stehe für Offenheit, Vielfalt und gegenseitigen Respekt, teilte der Chef des Heidebades, Mathias Nobel, mit.

Das Heidebad in Halle hat neue Voraussetzungen zum Einlass präsentiert. (Archivfoto)
Das Heidebad in Halle hat neue Voraussetzungen zum Einlass präsentiert. (Archivfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Es gehe nicht um die deutsche Sprache und nicht um die Herkunft eines Menschen. "Es geht ausschließlich um den Schutz von Menschenleben und die Vermeidung von Badeunfällen."

Nobel war Anfang dieser Woche bundesweit in Kritik geraten, nachdem er öffentlich gemacht hatte, dass er in das Strandbad nur noch Menschen einlassen will, die ausreichend Deutsch sprechen, um die Baderegeln zu verstehen.

Anlass für diese Entscheidung sei ihm zufolge ein Rettungseinsatz am Wochenende zuvor gewesen, bei dem ein Kleinkind aus metertiefem Wasser gerettet werden musste.

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Jedoch habe es auch schon davor immer wieder gefährliche Situationen gegeben, weil Menschen sich nicht an die Regeln des Bades gehalten hätten. 

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Hintergrund der Änderung ist ein Rettungseinsatz vom Wochenende. (Symbolfoto)
Hintergrund der Änderung ist ein Rettungseinsatz vom Wochenende. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Nobel stellte indes klar, dass die von ihm als neue Einlassregel bezeichnete Änderung keine Änderung der geltenden Haus- und Badeordnung sei. "Das ist eher eine interne Regel für mich, die ich konsequenter durchsetze", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Es gehe ihm darum, einen besseren Umgang mit möglichen Problemen im Bad zu finden. Gefährliche Situationen hätten ihm als Alleinverantwortlichen klargemacht, dass er "dieses Risiko nicht mehr tragen will", sagte er.

Am Mittwoch sei ein Treffen mit der Stadt geplant, in dem sich über praxisnahe Regelungen ausgetauscht werden soll.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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