Fingerzeig auf die Bundesregierung: Sachsen-Anhalts MP fordert "echte Ergebnisse"

Von Sabrina Gorges

Magdeburg - Weniger als sechs Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) von der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) "echte Ergebnisse, nicht nur in der Wirtschaftspolitik".

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) fordert Ergebnisse von der Bundesregierung.  © Katharina Kausche/dpa

"Uns ist am meisten geholfen, wenn sich die CDU im Bund auf ihre Arbeit konzentriert. Das würde uns den Wahlkampf hier erleichtern", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel".

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vor der CDU und anderen Parteien. Schulze schließt eine Kooperation mit der AfD aus, ebenso mit der Linken.

Die aktuell schlechte Stimmung unter den Menschen im Osten bringt der Ministerpräsident unter anderem mit der Bundesregierung in Verbindung. "Das liegt nicht an der Landesregierung hier, sondern daran, dass viele Menschen wenig Vertrauen in die Berliner und Brüsseler Politik haben." 

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Das Durchschnittsgehalt im Osten sei noch immer knapp 20 Prozent niedriger als im Westen, viele hätten kein Erbe und kaum Ersparnisse.

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"Wenn dann plötzlich der Diesel an der Tankstelle deutlich über zwei Euro pro Liter kostet, macht das etwas mit den Menschen - noch mehr als im Westen, wo das Durchschnittsgehalt eines Vollzeitbeschäftigten bei 4800 Euro liegt", so der 46-Jährige.

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