Sachsen-Anhalt unterstützt Harzer Schmalspurbahnen mit Millionen für Gleisarbeiten

Von Dörthe Hein

Wernigerode/Magdeburg - Die wirtschaftlich angeschlagenen Harzer Schmalspurbahnen (HSB) bekommen vom Land Sachsen-Anhalt für das laufende Jahr 5,2 Millionen Euro für den Erhalt ihrer Schieneninfrastruktur. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Wernigerode (Harz) unterzeichnet.

Mit dem Geld sollen mehrere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. (Archivbild)
Mit dem Geld sollen mehrere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. (Archivbild)  © Matthias Bein/dpa

Die Gelder sind unter anderem für die Gleissanierung des Bahnübergangs Westerntorkreuzung in Wernigerode, die technische Sicherung des Bahnübergangs Kirchstraße in Wernigerode sowie eine abschnittsweise Gleiserneuerung auf der Strecke zwischen Sorge und Elend und die Gleissanierung des Bahnübergangs Drei Annen Hohne vorgesehen.

"Wir unterstützen das Unternehmen dabei, sich neu aufzustellen, verknüpfen damit aber auch ganz klare Erwartungen an die künftige Ausrichtung", erklärte Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (61, FDP).

Das Land könne die nötige Unterstützung bei den Investitionen in die Schieneninfrastruktur aber nicht allein übernehmen. Zusätzliche Bundesmittel sollten eingeworben werden.

Eklat um Video an Tom und Bill Kaulitz: Staatskanzlei entschuldigt sich
Sachsen-Anhalt Eklat um Video an Tom und Bill Kaulitz: Staatskanzlei entschuldigt sich

HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller erklärte, die Vereinbarung ermögliche es dem Unternehmen, das 140 Kilometer umfassende Streckennetz gezielt instand zu halten. Das gebe den notwendigen Rückhalt für die "Gestaltung der bevorstehenden Herausforderungen". 

Laut einer Analyse weisen Infrastruktur und Fahrzeugflotte der HSB so deutliche Instandhaltungsrückstände auf, dass der Betrieb der Schmalspurbahnen gefährdet ist. Trotz Umsatzrekorden fährt das Unternehmen erhebliche Verluste ein.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

Mehr zum Thema Harz: