Kampf gegen den Hausärztemangel in Sachsen-Anhalt: Mehr Studierende verpflichten sich für Landarztpraxis

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Von Daniel Josling

Magdeburg - Sachsen-Anhalt setzt im Kampf gegen den Hausärztemangel verstärkt auf die Landarztquote. Für das kommende Wintersemester haben 36 angehende Medizinstudierende einen Studienplatz über das besondere Auswahlverfahren erhalten – so viele wie noch nie.

Die Bewerber haben bereits Verträge unterschrieben, in denen sie sich verpflichten, nach in unterversorgten Regionen des Landes zu arbeiten. (Symbolbild)
Die Bewerber haben bereits Verträge unterschrieben, in denen sie sich verpflichten, nach in unterversorgten Regionen des Landes zu arbeiten. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) mitteilte, haben die Bewerber bereits Verträge unterschrieben, in denen sie sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung als Hausärztinnen oder Hausärzte in unterversorgten Regionen des Landes zu arbeiten.

Die künftigen Studierenden erhalten ihre Zulassung über die Stiftung für Hochschulzulassung für die Universitäten in Halle oder Magdeburg. Das Studium beginnt am 1. Oktober.

Die KVSA will die angehenden Mediziner während des Studiums begleiten und ihnen unter anderem Einblicke in die praktische Arbeit ermöglichen.

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Hintergrund der höheren Zahl an Studienplätzen ist eine Entscheidung des Landtags. Er hatte die Landarztquote im Mai von 7,8 auf 8,8 Prozent erhöht und damit vier zusätzliche Studienplätze geschaffen.

"Die Landarztquote ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Sicherstellung der ambulanten Versorgung in der Fläche", sagte der KVSA-Vorstandsvorsitzende Jörg Böhme.

KVSA fordert mehr Medizinstudienplätze

Aus Sicht der KVSA reicht das allein jedoch nicht aus. "Hilfreich wäre auch eine Vorabquote für die fachärztliche Versorgung, denn dort wird sich in den kommenden Jahren absehbar der Bedarf an Facharzt-Nachfolgern merklich erhöhen", sagte Böhme.

Generell brauche es mehr Medizinstudienplätze, um die Patientenversorgung in bewährter Weise weiterhin gewährleisten zu können.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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