Zeitz - Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, werden Schwertransporte vornehmlich in den späten Abend- und Nachtstunden eingesetzt. In dieser Woche ist eines dieser tonnenschweren und meterlangen Gefährte stecken geblieben - auf einer wichtigen Route Richtung Leipzig.
Gegen 22.30 Uhr reihte sich am Mittwoch ein Auto nach dem nächsten in eine Stop-and-Go-Schlange ein, die sich im Schneckentempo vom thüringischen A4-Autobahnkreuz Gera auf der B2 in nördliche Richtung bewegte.
Rund 50 Kilometer mussten die mit zwei Rotorblättern beladenen Schwerlasttransporte bis zu ihrem Ziel, dem Windpark Breunsdorf der B176 bei Groitzsch (Landkreis Leipzig), zurücklegen.
Auf dem Weg wurden einige enge Dorfstraßen passiert. Knapp wurde es unter anderem in Drossdorf. Teilweise bedingt durch Verkehrsinseln auf der Straßenmitte war es für die Lastwagenfahrer herausfordernd, die in der Mitte freiliegenden und mehr als 50 Meter langen Rotorblätter um Kurven zu führen.
An einer Stelle blieb der Tross sogar kurzzeitig stecken. Auf der B2 zwischen Zeitz und dem Stadtteil Theißen (Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt) mussten die Lkws an einer Ampelkreuzung nach rechts in Richtung Leipzig abbiegen.
Der Kurvenbereich wurde im Vorfeld extra mit Platten vergrößert, um den Abbiegewinkel abzuflachen. Dennoch stoppte der Lastwagen, weil die Unterseite eines Rotorblattes drohte, eine Leitplanke zu beschädigen.
Schwerlasttransporte müssen genauestens geplant werden
Auf der gesamten Strecke waren Begleitfahrzeuge im Einsatz, die ein dauerhaftes "Überholen verboten"-Zeichen anzeigten beziehungsweise vorausfuhren, um den entgegenkommenden Verkehr aufzuhalten oder an den äußersten Fahrbahnrand zu bitten.
Derartige Schwerlasttransporte müssen 48 Stunden vorher bei der entsprechenden Polizeidienststelle angemeldet werden, teilte ein Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera auf TAG24-Anfrage mit. Der Streckenverlauf werde so geplant, dass möglichst wenige Hindernisse auftreten.