Schwarzfahrer wird aus Zug geworfen, beschmeißt Regio mit Steinen und sorgt für Streckensperrung

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Dessau-Roßlau - Ein junger Mann hat am Donnerstag zwischen Coswig und Dessau-Roßlau einen Zug mit Steinen beworfen und dadurch für eine Streckensperrung gesorgt.

Zunächst hatte der 24-Jährige gegen Mittag eine Regionalbahn mit Steinen beworfen. (Symbolbild)
Zunächst hatte der 24-Jährige gegen Mittag eine Regionalbahn mit Steinen beworfen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Gegen 12.16 Uhr informierte eine Zugbegleiterin die Bundespolizeiinspektion in Magdeburg über eine männliche Person an der Haltestelle Klieken, die eine Bahn mit Steinen beworfen und dadurch auch beschädigt hatte.

Zuvor sei der Mann aufgrund eines fehlenden Tickets aus der Regionalbahn geworfen worden. "Daraufhin trat er gegen den Fahrkartenautomaten, stieg aus, ergriff mehrere Schottersteine und beschädigte damit drei Scheiben des Zuges", so eine Polizeisprecherin. Der Übeltäter sei daraufhin geflohen, der Zug setzte seine Fahrt fort.

Um 16.03 Uhr ging dann jedoch der nächste Notruf bei der Bundespolizei ein: Dieses Mal meldete die Leitstelle der Deutschen Bahn eine Person im Gleisbereich, kurz vor Coswig. Ein Güterzug hatte eine Vollbremsung hinlegen müssen, die Strecke wurde gesperrt.

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Eine Streife des Reviers in Dessau eilte mit Blaulicht zum Ort des Geschehens, konnte dort aber keine Person mehr antreffen.

Bundespolizei schnappt 24-Jährigen

Am Nachmittag sorgte der junge Mann dann für eine Streckensperrung, da er sich im Gleisbett aufhielt. (Symbolbild)
Am Nachmittag sorgte der junge Mann dann für eine Streckensperrung, da er sich im Gleisbett aufhielt. (Symbolbild)  © David Young/dpa

Wenig später entdeckten die Einsatzkräfte jedoch einen jungen Mann in einer nahegelegenen Straße, auf den die Beschreibung des Lokführers passte.

"Die Identität des syrischen Staatsangehörigen konnte mittels Fingerabdrucksystem zweifelsfrei festgestellt werden", erklärt die Sprecherin der Bundespolizei. "Im Rahmen der strafprozessualen Maßnahmen wurde zudem bekannt, dass es sich bei dem Sachverhalt in der Mittags- und Nachmittagszeit um ein und dieselbe Person handelt."

Der 24-Jährige sieht sich nun mit gleich mehreren Verfahren konfrontiert, unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, des Erschleichens von Leistungen und wegen Sachbeschädigung.

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Die Gleissperrung, die der Syrer verursacht hatte, sorgte bei drei Zügen für Verspätungen von insgesamt 61 Minuten. "Die Höhe des Sachschadens muss derzeit noch ermittelt werden", heißt es seitens der Bundespolizei.

Titelfoto: David Young/dpa

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