Bagger beschädigt Oberleitung: Stromabnehmer bei IC und RE abgerissen

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Schönebeck - Ein beschädigter Oberleitungsdraht hat am Montagmittag für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr bei Schönebeck (Salzlandkreis) gesorgt.

Rund 20 Fahrgäste eines Intercity sind am Montag in der Nähe von Schönebeck gestrandet. (Symbolfoto)
Rund 20 Fahrgäste eines Intercity sind am Montag in der Nähe von Schönebeck gestrandet. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilte, mussten zwei Züge auf freier Strecke stoppen. Dadurch saßen zahlreiche Reisende vorübergehend fest.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 12.45 Uhr von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über einen Oberleitungsschaden informiert. Vor Ort fanden die Beamten einen Intercity und einen Regionalexpress vor, die ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Baggerfahrer bei Arbeiten in unmittelbarer Nähe der Gleise einen Spanndraht der Oberleitung beschädigt haben, die daraufhin riss.

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Die beiden vorbeifahrenden Züge passierten die beschädigte Stelle, wodurch an beiden Triebwagen die Stromabnehmer abgerissen wurden.

Der betroffene Streckenabschnitt wurde daraufhin gesperrt und durch die Deutsche Bahn geerdet.

Regionalexpress hat über drei Stunden Verspätung

Beide Züge rissen sich die Stromabnehmer ab. (Symbolfoto)
Beide Züge rissen sich die Stromabnehmer ab. (Symbolfoto)  © Roland Weihrauch/dpa

Während die rund 20 Reisenden im Regionalexpress zeitnah aus dem Zug gebracht werden konnten, mussten die etwa 190 Fahrgäste des Intercity zunächst an Bord bleiben.

Später wurden beide Züge von Diesellokomotiven aus dem betroffenen Streckenabschnitt geschleppt.

Der Intercity erreichte den Magdeburger Hauptbahnhof schließlich mit einer Verspätung von rund dreieinhalb Stunden und konnte seine Fahrt in Richtung Hannover fortsetzen.

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Die Bundespolizei leitete gegen den mutmaßlichen Verursacher ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

Der entstandene Schaden wird ersten Schätzungen zufolge auf rund 75.000 Euro beziffert.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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