Ärger an sächsischem Bahnhof: Feuerwehr muss fünf Personen aus neuem Aufzug befreien
Bischofswerda - Die Freude weicht langsam dem Ärger: Voller Stolz verkündete die Deutsche Bahn erst vor wenigen Tagen das erfolgreiche Ende der Sanierung der Fußgängerunterführung - samt Errichtung neuer Aufzüge. Doch schon in der ersten Woche blieb ein Fahrstuhl gleich zweimal stecken.
Zehn Millionen Euro investierten Bund und Deutsche Bahn in das Projekt, Bischofswerdas Bahnhof barrierefrei zu machen, neben den Treppen sollten auch Aufzüge zur Unterführung zwischen Gleis 1 und 2 führen.
"Vor der Freigabe der Aufzüge führte die DB zahlreiche Tests durch, um beispielsweise den höhengleichen Halt der Kabine beim Ein- und Ausstieg einzustellen", betonte ein Sprecher zur Eröffnung am Dienstag vergangener Woche. "Auch umfangreiche sicherheitsrelevante Prüfungen und technische Abnahmen waren notwendig."
Doch nur kurz darauf blieb die Kabine stecken, die Reparatur dauerte bis zum Montag. Die Freude hielt nur kurz. "Gegen 20.30 Uhr wurden wir alarmiert", sagt Bischofswerdas Gemeindewehrleiter Martin Pfitzner (41) gegenüber TAG24.
"Der Aufzug war wenige Zentimeter hochgefahren, die Personen kamen nicht mehr heraus." Mit einem Dreikantschlüssel konnten die neun Kameraden die fünf Jugendlichen wieder befreien, der Einsatz dauerte nur wenige Minuten.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
Ursache war nach TAG24-Informationen, wie schon bei der ersten Panne, ein unterbrochener Sicherheitskreis. Die Reparatur dauerte bis zum frühen Dienstagnachmittag.
Titelfoto: Bildmontage: Rocci Klein
