Angehende Lehrer: Wut über gestrichene Landprämie in Sachsen

Dresden - Das Kultusministerium hat den Anwärtersonderzuschlag für Referendare, die sich für Schulen auf dem Land gemeldet haben, gestrichen. Die Lehramtsanwärter und die Gewerkschaft GEW sind sauer.

Das Kultusministerium zeigt Refenrendaren die kalte Schulter. Die kehren Sachsen zunehmend den Rücken. (Symbolbild)
Das Kultusministerium zeigt Refenrendaren die kalte Schulter. Die kehren Sachsen zunehmend den Rücken. (Symbolbild)  © picture alliance/dpa

Die aktuell eingestellten Lehramtsanwärter fordern in einem offenen Brief an Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) und Landeschulamtspräsident Patrick Schreiber (46, CDU) die Gewährung des Zuschlags in der ursprünglich vorgesehenen Form, zumindest aber eine faire Übergangsregelung.

Nach Auskunft der Bildungsgewerkschaft GEW erhalten Lehrer im Vorbereitungsdienst in Sachsen einen Anwärtergrundbetrag von 1795,10 Euro monatlich (brutto).

Wer sein Referendariat auf dem Land macht, bekam bisher eine "Landprämie" von 1250 Euro. Aber die gibt es jetzt nicht mehr.

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"Schulen und Lehrkräfte benötigen eine verlässliche Planung“, empörte sich der GEW-Landesvorsitzende Burkhard Naumann (38).

Das Kultusministerium machte geltend, die Entscheidung schon Ende Oktober offen kommuniziert zu haben. Wer seine Stelle ändern wollte, hätte dies tun können, so Kultusminister Clemens.

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