Bei 37 Grad und mehr in Sachsen: In diesen Seen ist Baden verboten

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Sachsen - Bei Temperaturen von 37 Grad und mehr ist so ziemlich jeder auf der Suche nach Abkühlung. Neben Freibädern stehen auch Seen hoch im Kurs. Auch einige Talsperren und Stauseen laden zum Erfrischen ein, aber nicht jede Talsperre in Sachsen ist zum Baden freigegeben.

Die Talsperre Cranzahl im Erzgebirge gehört ebenfalls zu den Trinkwassertalsperren. (Archivbild)
Die Talsperre Cranzahl im Erzgebirge gehört ebenfalls zu den Trinkwassertalsperren. (Archivbild)  © Uwe Meinhold

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen an diesem Wochenende weist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) darauf hin, dass das Baden in Trinkwassertalsperren verboten ist, um Verunreinigungen im Wasser zu vermeiden.

"Auch das unmittelbare Ufer von Trinkwassertalsperren darf nicht betreten werden. Beides dient ausschließlich dem Schutz und der Sicherheit der öffentlichen Trinkwasserversorgung", erklärt eine Sprecherin der LTV.

In Sachsen gibt es insgesamt 25 Trinkwassertalsperren. Rund um die Stauseen sind verschiedene Schutzzonen ausgewiesen. Je nach Art der Schutzzone ist geregelt, welche Aktivitäten erlaubt sind. In Zone I dürfen beispielsweise nur die offiziellen Wege betreten werden, sonst nichts weiter. Diese umfasst neben der Wasserfläche auch die Uferbereiche. Wie breit Zone I ist, ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und vom Füllstand der jeweiligen Talsperre.

Von England nach Sachsen: Wie aus einer Gärtner-Idee das Blumenparadies Altzella wurde
Sachsen Von England nach Sachsen: Wie aus einer Gärtner-Idee das Blumenparadies Altzella wurde

An den Trinkwassertalsperren sind aber nicht nur Baden und Wassersport verboten, sondern auch Grillen und Zelten. Hundehalter oder auch Reiter dürfen ihre Tiere nicht im Stausee trinken oder baden lassen.

"Die aufgestellten Schilder an den Anlagen sind unbedingt zu beachten", so die LTV.

Wenn jemand dabei erwischt wird, wie er in Zone I etwas verbotenes tut, muss mit einer Anzeige rechnen. Gerade bei den aktuellen Temperaturen ist gutes Trinkwasser ebenso wichtig wie eine Abkühlung.

Nicht in allen Talsperren ist Baden verboten

Am Stadtrand von Chemnitz liegt die Talsperre Einsiedel. Auch hier wird Trinkwasser für die Region gewonnen.
Am Stadtrand von Chemnitz liegt die Talsperre Einsiedel. Auch hier wird Trinkwasser für die Region gewonnen.  © Ralph Kunz

Zu den Trinkwassertalsperren in Sachsen gehören unter anderem: Eibenstock, Cranzahl, Einsiedel, Forchheim, Klingenberg, Lichtenberg, Neunzehnhain I und II, Radeburg II, Sosa sowie die Obere Revierwasserlaufanstalt mit dem Dörnthaler Teich, dem Oberen Großhartmannsdorfer Teich und der Obersaidaer Teich.

Folgende Talsperren sind keine Trinkwassertalsperren und zum Baden freigegeben: Pöhl, Pirk, Kriebstein und Malter.

Dazu gibt es noch die Stauseen in Oberwald und Rabenstein sowie den Filzteich in Schneeberg, die als Freibäder genutzt werden, wo aber ein Eintritt fällig wird.

Titelfoto: Ralph Kunz

Mehr zum Thema Sachsen: