Doch nicht ausgestorben? Wildkatzen kehren in Leipzigs Auwald zurück
Leipzig - Lange Zeit galt die Europäische Wildkatze in Sachsen als ausgestorben. Dass sie nun wieder zurückgekehrt zu sein scheint, feiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit einem Info-Tag sowie einem ganz besonderen Titel.
Es ist offiziell! Der Titel der Auwaldart des Jahres geht in diesem Jahr an die Europäische Wildkatze.
Nachdem man die Fellnase eine lange Zeit für ausgestorben gehalten hatte, ist sie nun in ihre ehemaligen Lebensräume und somit auch in die sächsischen Wälder zurückgekehrt.
"Neben dem Leipziger Auwald gibt es auch Nachweise im Werdauer Wald, der Dübener Heide, im Vogtland und in der Elsteraue südlich von Leipzig", erklärte Marlen Schmid, Projektkoordinatorin des Rettungsnetzes Wildkatze in Sachsen.
Dort würden ihr allerdings unterschiedliche menschengemachte Hindernisse wie etwa Straßen, Siedlungen oder auch Agrarlandschaften die Abwanderung erschweren.
Was für den Erhalt der Wildkatze getan werden kann
Um ihr dennoch einen sicheren Weg in neue Lebensräume gewährleisten zu können, wolle man Korridore aus Pflanzen in den Wäldern anlegen.
Abgesehen davon könne aber auch jeder Waldbesucher etwas dafür tun, dass sich die Vierbeiner in der Region wohler fühlen. So sei es insbesondere während der Jungenaufzucht (März bis Mai sowie August bis September) von besonderer Bedeutung, sich rücksichtsvoll im Wald zu verhalten.
Das bedeute unter anderem, dass sich Spaziergänger stets an die Wege halten und ihre Hunde an der Leine lassen sollten. Begegnet man dann doch mal einer Wildkatze, rät der BUND dazu, Abstand zu halten.
Solltet Ihr mehr über die grauen Kätzchen wissen wollen, seid Ihr am Samstag an der Auwaldstation an der richtigen Adresse. Anlässlich des internationalen Tages der Katze widmet der BUND der Europäischen Wildkatze einen Infostand sowie einen Vortrag. Auf Auwaldstation.de findet Ihr weitere Infos.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa

